Eine Hochzeit

Heute, am 08. 08. 2008, an dem Tag, wo so viele Menschen wegen dieser Glückszahlen heiraten, möchte ich über meine Erfahrung berichten. Die Hochzeit meines Sohnes liegt schon über ein Jahr zurück.

Jede Hochzeit war aufregend für mich, besonders meine Eigene vor 35 Jahren.

Wenn man das Wort allein betrachtet, bedeutet es eine ganz besondere Zeit.

Die Freundin meines Sohnes war mir sehr sympathisch. Wir verstanden uns gut. Auch das Loslassen meines „Lieblingskindes“ glückte mir. Da ich mir so lange Zeit eine Tochter gewünscht hatte, aber nur Söhne bekam, war meine Sehnsucht nach einem weiblichen Familienmitglied sehr groß.

Was dann bei ihrer Hochzeit dazugekommen ist, war so viel Freude. Es ist so viel Liebe geflossen. Das hat mich sehr angenehm überrascht.

Ich fühlte, daß sich in unserer FAMILIENLANDSCHAFT ein zweiter Fluß seine Bahn sucht. Ein Fluß, gefüllt mit Emotionen, Freude und Liebe. Es war auf einmal mehr Platz für diese Empfindungen da. Das war und ist großartig!

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Besondere Worte, die ich schon vielen Brautpaaren in ein persönliches Glückwunschbillett geschrieben habe:

„LASST UNS DIE SÜSSE EURER EHE SPÜREN.

UND LASST UNS DIE FREUDE EURER VERBINDUNG FÜHLEN,

WIE DIE WELLEN DAS UFER UMSPÜLEN

UND WIEDER IN DEN OZEAN ZURÜCKGESCHWEMMT WERDEN.

EIN SOLCHES GEBEN UND NEHMEN SOLL DIE EHE SEIN.“

Shri Mataji Nirmala Devi.

FLICKR-Foto von Realize America Events: Shri Radha und Shri Krishna

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Weil mein Verhältnis zu meinen Schwiegereltern schwierig war, habe ich mich sehr bemüht, eine gute Schwiegermutter zu werden.

Meine Schwiegertochter hat mir Entscheidendes gelernt. Durch ihren Abstand sieht sie viele Dinge in unserer Familie anders. Sie hat mir schon öfters die Augen geöffnet, und dadurch sehr geholfen.

In meinem Bekanntenkreis erlebe ich einige Ehen, die zwischen verschiedenen Kulturkreisen geschlossen wurden. Beziehungsarbeit ist immer gefragt.

Wenn ich an meine Hochzeit denke, die Unterschiede unserer Familien, obwohl wir nur 20 Kilometer voneinander entfernt aufgewachsen sind. Einige Vokabeln:

Eine Decke im Auto hieß bei meinen Schwiegereltern PLAID, meine Schwester war von dem Wort für Geldtasche-DOLLARVISIT fasziniert. Lustig war auch, als ich mit meiner Großmutter und meinem zukünftigen Mann im Auto „übers Land“ fuhr: Er sagte:“Schau, wievel Mais!“ Meine Großmutter fragte:“Wo siehst du „Mais?“(Mäuse).

Jetzt wo ich dieses „Zusammenwerfen“ von Familien nochmals hautnah erlebte, erkenne ich, was für eine große Chance das bedeutet. Normalerweise wäre man sich nie begegnet und nun ist die Möglichkeit gekommen um voneinander zu lernen!

Draupadi, eine dankbare Schwiegermutter.

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Ein Kommentar (+deinen hinzufügen?)

  1. axinia
    Aug 09, 2008 @ 08:38:14

    Dies ist eine sehr schöne Geschichte, hoffentlich dürfen es mehrerer Schwiegermütter erleben 🙂

    Antwort

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