D-A-CH:Das 1. Internationale Frauenseminar

Flickr-Foto von: Harald HAEUSLER.

Letztes Wochenende kamen über 80 Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Possenhofen am Starnberger See zusammen. Sie haben Eines gemeinsam: Alle praktizieren die Sahaja Yoga Meditation.

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Am Freitag Abend erreichten wir nach einer angenehmen Fahrt die moderne Jugendherberge im Schloßpark von Possenhofen. Den Ort, an dem „Unsere Kaiserin“ SISI von Österreich aufgewachsen ist.

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ELISABETH von Österreich wurde am 24.12. 1837 in München geboren. Sie hatte zwei ältere und fünf jüngere Geschwister. Sie dichtete viele Verse nach ihrem Vorbild Heinrich Heine. Als sie vor ihrer Hochzeit am 24.04.1854 mit Kaiser Franz Josef, Possenhofen verlassen mußte, schrieb sie:

Lebet wohl, ihr stillen Räume,

lebe wohl du altes Schloß.

Und ihr ersten Liebesträume,

ruht so sanft in Seesschoß.

*

Lebet wohl, ihr kahlen Bäume,

und ihr Sträucher, klein und groß.

Treibt ihr wieder frische Keime,

bin ich weit von diesem Schloß.

Aus dem Buch: „Die österreichischen Kaiserinnen“ von Friedrich Weissensteiner: Kurz nach ihrer Hochzeit schrieb Kaiserin Elisabeth dieses Gedicht:

OH, DASS  ICH  NIE  DEN  PFAD  VERLASSEN,

DER  MICH  ZUR  FREIHEIT  HÄTT  GEFÜHRT.

OH,  DASS  ICH  AUF  DEN  BREITEN  STRASSEN

DER  EITELKEIT  MICH  NIE  VERIRRT !


ICH  BIN  ERWACHT  IN  EINEM  KERKER,

UND  FESSELN  SIND  AN  MEINER  HAND.

UND  MEINE  SEHNSUCHT  IMMER  STÄRKER –

UND  FREIHEIT !   DU  MIR  ABGEWANDT !

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Sisi schenkte vier Kindern das Leben: Sophie 05.03.1855, Gisela 15.07.1856, starb im Kindesalter; Rudolf 21.08.1858 und Marie Valerie 22.04.1868.

FLICKR-FOTO von P_oay2.

Brigitte Hamann schreibt im Buch „ELISABETH, Kaiserin wider Willen“:

Das übliche süße Sisi-Klischee wird man in dieser Biographie vergeblich suchen. Elisabeth, Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen etc., war unbestritten eine der größten Schönheiten, darüber hinaus aber auch eine der gebildetsten und interessantesten Frauen ihrer Zeit – vor allem aber eine Frau, die sich von den Vorurteilen ihres Standes und ihrer Zeit zu befreien vermochte…. Der Mittelpunkt ihres Lebens war sie selbst.

Sisi wurde am 10.09.1898 in Genf ermordet. Franz Josef starb am 21.11.1916 in Wien.

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Es war ein Begrüßen, Umarmen und Austauschen zwischen den Frauen. Einfach viel Freude auf eine gemeinsame, lustige und erholsame Zeit. Fast alle hatten sich eine Erholungspause ohne Kinder gegönnt.

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Der Samstag begann mit einer Morgenmeditation vor dem Frühstück. Einige Themen der anschließenden Dikussionsrunde waren:

  • Unsere gemeinsame Vergangenheit: Alle Despoten arbeiteten mit der ANGST.

Eine Teilnehmerin erzählte, daß sie immer schlimme Zustände bekam, wenn sie vor Publikum sprechen sollte. Bei einem Rethorik-Kurs saß sie nach einem Redeversuch weinend draußen. Eine Freundin kam, um „AN IHR ZU ARBEITEN“:

Die Person, die Hilfe braucht, sitzt am Boden oder auf einem Sessel. Die Person, die helfen will, kniet oder steht hinter ihr. Nach einem Schutz für die eigene Aura hält man die Hände auf und fühlt. Wenn die Kundalini-Energie erweckt ist, kann man den Zustand der Energiezentren des „zu Behandelnden“ spüren. Jedenfalls meinte die Freundin dann:

Vielleicht bist du einmal aufgestanden, hast die Wahrheit verkündet und mußtest dafür sterben!“

Diese Aussage löste kühle Schwingungen aus und so wußten sie, es ist die Wahrheit. Nach der Erkenntnis wurden die nächsten Redeversuche immer leichter. Jetzt am Seminar konnten wir die wunderschönen „Mitteilungen“ unserer Schwester genießen.

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  • Die Arbeitslosigkeit der Frau hat auch Vorteile: genügend Zeit für die Meditationen, die Phantasie kann sich entwickeln, kreatives Kochen mit Liebe…
  • FRAU SEIN . was bedeutet das?
  • Die Süße der Liebe
  • Sich selbst annehmen – ICH BIN WIE ICH BIN!
  • Nationalitäten bereichern

Nach dem köstlichen Mittagessen folgte ein ausgiebiger Spaziergang um das Schloß zum See. Es war eine großartige Atmosphäre. Zeitweise schien die Sonne. Und weil die Jause für uns Österreicher sehr wichtig ist, genossen wir im gemütlichen Restaurant mit Seeblick: Milchkaffee und köstlichen Topfenstrudel mit Sahne.

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FLICKR-FOTO von diskostu.

Ein großes Thema bei der Diskussion am Nachmittag waren SCHULDGEFÜHLE. Das sind im Laufe des Lebens angesammmelte Blockaden, die unser Halszentrum und dadurch unsere Kommunikation sehr belasten.

Ein Beispiel:

Ich bin im Umfeld der katholischen Kirche aufgewachsen. Es war normal, bei jeder Messe in der Kirchenbank kniend, mit der rechten Hand auf das Herz klopfend, zu sagen:

Durch meine Schuld,

durch meine Schuld,

durch meine große Schuld!

Dann gab es noch diesen besonderen Satz, der zu sprechen war:

Oh Herr, ich bin nicht würdig, daß du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Währenddessen mußte man auch knien, den Kopf senken und mit Daumen, Zeige-und Ringfinger auf das Brustbein klopfen. Das Ganze 3 mal.

Wenn ich das jetzt so detailliert beschreibe, empfinde ich es als eine Manipulation der persönlichen Freiheit. Genau das, was die katholische Kirche vielen Glaubensgemeinschaften vorwirft.

Da kann man sich vorstellen, daß sich im Laufe der Jahre sehr viel Ballast ansammelte, den ich im wahrsten Sinne des Wortes zu schleppen gewohnt war.

Wenn wir nach der Realisation regelmäßig meditieren,

befreit uns die Kundalini-Energie Schritt für Schritt von den Belastungen der Energiezentren.

Sie möchte uns bei diesem Prozeß keine Schmerzen bereiten, weil sie eine liebende, mütterliche Energie ist.

Deshalb ist oft Geduld sehr wichtig.

Eine wichtige Sache kommt noch dazu:

DAS LOSLASSEN

Wie kann uns jemand von etwas befreien,

das wir festhalten?

Was ich mir von einigen Reden von SHRI MATAJI NIRMALA DEVI gemerkt habe, ist :

JESUS CHRISTUS wäre sehr traurig, wenn wir uns schuldig fühlen. Denn dann wäre sein Tod am Kreuz umsonst gewesen.

ES GIBT KEINE SCHULD!

Es gibt RICHTIG und FALSCH. Wir machen Fehler. OK, wir sind nicht als Engel geboren! Wenn wir uns bemühen, sie gutzumachen, oder künftig zu vermeiden ist alles in Ordnung.

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Später gab es für alle Abendmenschen unter uns den Film MAMMA MIA mit Meryl Streep und Pierce Bosnan. Eine Gelegenheit zusammen Freude und Spaß zu genießen.

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Nach der Morgenmeditation und einem guten Frühstück begannen die Vorbereitungen für die große Abschlußmeditation. Es wurden Blumen arrangiert und Süßigkeiten vorbereitet. Ich hatte rote, selbstgemachte Quittengeleeherzen als österreichischen Beitrag mitgebracht. Die Gastgeberinnen schenkten jeder Teilnehmerin ein großes Schokoladeherz in Staniol gehüllt.

Es war so eine besondere Stimmung, eine Leichtigkeit und Freude spürbar. Das gemeinsame Singen, Meditieren, das Genießen der Gedankenfreiheit war toll. Die Sonne schien kräftig in den Raum und machte mit.

Zum Abschluß gaben wir uns ein BANDHAN, das ist ein Schutz für die Aura. Wir legten die Aufmerksamkeit auf unser Scheitelchakra und baten um das Wohlergehen der Frauen auf der ganzen Welt. Das war von starken Schwingungen begleitet!

FLICKR-FOTO von suesviews.

Eine rosa Rose bekam ich geschenkt. Sie blühte daheim so schön auf und erfreute mich viele Tage.

Dann kam der Abschied, das Zusammenpacken… So viele Frauen traten gestärkt und doch LEICHT den Heimweg an, denn die Schuldgefühle ließen wir ja zurück!

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Ein spontanes Ausklingen erlebten wir in der Raststätte Mondsee, als drei Autos voll österreichischer Frauen „zufällig“ zusammentrafen und gemütlich reflektieren konnten.

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Ein GROSSES DANKE!!!

Draupadi.

Beim ersten Frauenseminar in Österreich konnte ich mich von einem Koffer befreien: siehe den Beitrag „MEIN KOFFER- EIN TRAUM? vom 13.07.08.

Draupadi.

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Ein Kommentar (+deinen hinzufügen?)

  1. axinia
    Feb 04, 2009 @ 09:20:52

    wunderschön!

    Antwort

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