JEDERMANN kommt heuer wieder

Im August 2011 verbrachten mein Mann und ich ein langes Wochenende in Salzburg, um meinen 60 Geburtstag zu feiern.
                                                                                                                                       Ein Foto in der Getreidegasse mit der neuen Filmkamera

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Ich wünschte mir eine Fiakerfahrt.  Mir gefielen die Haflingerpferde so gut.  Meinem Mann imponierte die schwarze Kutsche mit den Rappen. Für mich ist Schwarz die Farbe der Trauer.  Ich wollte ihm aber auch eine Freude machen und wir fragten diesen Kutscher, ob er Zeit hat. Er meinte, das Schimmelgespann ist an der Reihe. Und so kommt öfters Alles anders, als man denkt.

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Am Domplatz spielte ein Balalaika Trio in den Arkaden. Wir genossen den schattigen Ort und die liebliche Musik von Mozart. Ich spürte meine Kundalinikraft und die Vibrationen dieser Musik so stark und genoß dieses weitere Geburtstagsgeschenk sehr.

Nach einem guten Mittagessen und einer ausgiebigen Siesta machten wir uns für unser besonderes Abendprogramm fertig. Vor dem Weggehen gab ich mir ein BANDHAN, das ist ein Schutz für die Aura. Da spürte ich wieder, daß ich ein gutes Instrument bin.

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Wir besuchten eine Vorstellung des

 J E D E R M A N N von Hugo von Hoffmannsthal

am Domplatz.

Die Premiere in Salzburg fand am 22.August 1920 statt.

Wir kamen genau 91 Jahre später.

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Es war ein sehr heißer Tag und unsere umsichtige Hotelchefin gab uns den Tip unbedingt Wasser mitzunehmen. Wir hatten uns auch schön gemacht und genossen das Flair des besonderen Rahmens, der Festspielgäste und der Erwartung von Etwas, was wir schon immer einmal erleben wollten.

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EINIGE BILDER VON „UNSERER VORSTELLUNG“ MIT PASSENDEN „ZITATEN“:

GOTT,  ALS  ZUSCHAUER VON OBEN

Martin Reinke

Gott:“… Soviel ich vermocht, hab ich vollbracht und nun wird meiner schlecht geacht…“

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JEDERMANN  UND  SEINE  MUTTER

Nicolas Ofzarek und Elisabeth Rath

Jedermann:“…Bin jung im Herzen und wohl gesund und will mich freuen meiner Stund. Es wird die andre Zeit schon kommen, wo Buß und Einkehr mir wird frommen….“

Seine Mutter:“… Das Leben flieht wie Sand dahin, doch schwer umkehret sich der Sinn…“

Jedermann:“Frau Mutter, mir ist das Reden leid, hab schon gesagt, hab heut nit Zeit!“

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JEDERMANN UND DIE BUHLSCHAFT

Nicolas Ofzarek und Birgit Minichmayer

Buhlschaft:“… Ich bin bei dir, sieh doch auf mich! Dein bin ich heut und ewiglich!“

Jedermann:“…Wenn ich dann spräch, bleibst du bei mir? Willst dort bei mir sein, so wie hier?

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Jedermann:“..Jetzt, jetzt auf neu, so hört doch an, wie streng sie rufen JEDERMANN!“

Jedermann:“ …Ach Jesus, ist das aller Dinge End, versprochen haben sie gar viel, vom Halten lassen sie die Händ…“

Tod:“ …Du Narr, bald ist die Stund vertan, nimmst immer noch Vernunft nit an.“

Jedermann:“ …Wer bin ich denn? Der Jedermann, der reiche Jedermann allzeit. Das ist mein Hand. Das ist mein Kleid. Und was da steht auf diesem Platz, das ist mein Geld, das ist mein Schatz!“

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Wir waren sehr beeindruckt von der Leistung der Schauspieler. Die Atmosphäre des Domplatzes nahm uns gefangen. Nachher flanierten wir in der Getreidegasse und genossen den späten Abend im Schanigarten des Restaurants Till Eulenspiegel.

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Im Jahr 2012 wurde  Jedermann in der selben Besetzung wieder gespielt. Guido Tatarotti schrieb am 23.07.12 im Kurier eine tolle Kritik:

Christian Stückl hat mit seiner klugen, mutigen Fassung das Äußerste aus Hugo von Hoffmannsthals Bekehrungsschinken herausgeholt. Er baute Faust-Zitate ein, legte die Figuren Teufel und Guter Gesell zusammen, strich die Figur des Glaubens und teilte ihre Texte auf andere auf ( mit dem großartigen Ergebnis, dass das oft so peinliche weihevolle Ende plötzlich packend und ergreifend wurde), stellte Gott in Gestalt eines Bettlers auf die Bühne. Die Inszenierung hat Humor und berührt trotzdem. Sehr stark! 5 Punkte.

Guido Tatarotti:“ Das Ende hat man so faszinierend dicht in Salzburg noch nie gesehen. Ohne falsches Weihespielpathos wird klar:

GOTT GIBT VERGEBUNG NICHT, WEIL MAN SIE VERDIENT –  SONDERN ER VERSCHENKT SIE.

GOTT IST KEIN GESCHÄFTSMANN.

NICHT GENAU ABGERECHNETE GUTE TATEN FÜHREN IN DIE ERLÖSUNG, SONDERN GLAUBE UND VERTRAUEN.

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Dieses Jahr,  2013 spielt CORNELIUS OBONYA den JEDERMANN.
Er sagte im Interview mit Ro Raftl im Freizeit Kurier:
Hoffmannsthals katholischen Bühnenschluß mit Reue und Erlösung halte ich heute für äußerst schwierig – aber er funktioniert. Überall. Denn keiner weiß, was nach dem Tod passiert.“

Der schottische Philosoph DAVID HUME half ihm, seine Glaubensfragen zu klären:

„ICH KANN NICHT BEWEISEN, DASS ES GOTT GIBT.
ICH KANN ABER AUCH NICHT BEWEISEN, DASS ES IHN NICHT GIBT.
ICH KANN MICH NUR ENTSCHEIDEN ZU GLAUBEN ODER NICHT,“

hielt Hume im 18. Jahrhundert das erste Plädoyer für eine freie Gewissensentscheidung.

Das fand der „faule Hund und schlechte Schüler“ Cornelius Obonya interessant. Er ist seit langem konfessionslos glücklich. „Ohne Gottes Bodenpersonal. Lieber in freiem Flug und angstfrei“.

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Draupadi.

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Ein lesenswertes Buch

 „DIE HÜTTE“

Ein Wochenende mit Gott

Der Autor dieses besonderen Buches ist WILLIAM PAUL YOUNG. Es ist im Allegria Verlag erschienen.

Interessante Zitate aus dem Buch:

  • Jesus sagt: „Hättet ihr wirklich gelernt, euch um eure Nächsten so sehr zu sorgen, wie um euch selbst, gäbe es keine Notwendigkeit für Hirachien.
  • Die vom Schicksal schwer getroffene  Hauptperson erzählt: „Ich glaube, ich verbringe ziemlich wenig Zeit in der Gegenwart. Ich halte mich viel in der Vergangenheit auf, aber die übrige Zeit verbringe ich größtenteils damit, mir Gedanken darüber zu machen, was mich in der Zukunft erwartet“.
  • Jesus sagt:“ Alles, was ich von dir will, ist, dass du mir soweit vertraust, wie es dir möglich ist, und dass du danach strebst, die Menschen in deiner Umgebung immer mehr zu lieben, und zwar auf die gleiche Weise, wie ich dich liebe. Es ist nicht deine Aufgabe, die anderen Leute zu verändern oder zu überzeugen. Du bist frei, bedingungslos zu lieben, ohne Erwartungen und Ziele.“
  • Gott sagt: „Es ist nicht Aufgabe der Liebe, eine Beziehung zu erzwingen, aber es ist das Wesen der Liebe, den Weg zu bereiten!“
  • Der heilige Geist sagt: „Du kannst mich in einem Gemälde sehen, in einem Musikstück fühlen, in einem Menschen oder in der Schöpfung oder in deinen Freuden und Sorgen. Meine Fähigkeit zu kommunizieren ist grenzenlos, lebendig und transformierend, sie ist immer auf Gottes Güte und Liebe ausgerichtet. Und du wirst mich auch in der Bibel auf frische, neue Weise entdecken….

 

 

Schnappschuss vom Jänner 2010 bei der Seine-Rundfahrt in Paris.

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Gestern, nach mehr als 7 Jahren, sah ich mir den Film

„DIE HÜTTE – EIN WOCHENENDE MIT GOTT „

im Kino an. Wirklich sehr ergreifend und sehenswert! Er wurde in den USA gedreht und 2017 uraufgeführt.

Besonders beeindruckten mich die Naturschauplätze und die wunderbare Darstellung der einzelnen Schauspieler.

Draupadi.

ELIAS, DER POET, 2. TEIL

FLICKR-FOTO von Tarakeshwara.

WERNER V. STEINDL – ELIAS, DER POET

lebte von März 1940 bis Juli 2006.

Er war ein großer Sahaja Jogi und Dichter.

1991 gab er einen Gedichtband heraus:

„FÜR MICH HAT EIN MEISTER GESCHWIEGEN – IMMERSCHON“

Wo kein Gedanke ist, ferne der Zeit, im Ozean der Stille,

da wo der Vater, die Mutter, die Tochter, der Sohn,

der großen Mutter begegnet,

wo Endliches unendlich wird,

da ist mein Heim.


Mein Heim ist, da wo Stille ist,

jenseits von Erwartung und von Hoffnung,

jenseits von Sehnsucht und Begehren,

wo alles, was wir fassen können,

zu reinem Geist sich wandelt,

wo aus der Fülle Leere wird

und aus Leere wiederum zur Fülle.

Wo Ruhe wird und stilles Schaun

und Heiterkeit noch leichter als des Vogels Feder,

wo Zweitgeborene ihre Heimat haben,

fern aller Priester, aller Religionen,

wo du bist, du und du ,

im Leib der großen Mutter,

da ist auch unser Heim.

Wo aus dem Bettler König wird

und aus dem König Gottes Kind,

da wo es keine Namen gibt,

kein Maß und keine Formen,

wo die Natur des Himmels ist,

und Gottes Licht die Sonne überstrahlt,

da ist auch unser Heim.

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KRISHNA und CHRISTUS

Sie haben den Vater gesehen,

und sie haben den Sohn gesehen.

Wer aber sah jemals das Verborgene in Ihnen –

die MUTTER?


Wer aber das Verborgene im Vater nicht gesehen hat,

der hat den Vater nicht gesehen;

und wer das Verborgene im Sohn nicht gesehen hat,

der hat auch den Sohn nicht gesehen.

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MUTTER,

alleine, daß wir zur selben Zeit leben wie Du,

daß wir mit Dir unseren Atem tauschen,

das ist unser Ruhm.

Draupadi.