MARTIN LUTHER KING

Bürgerrechtskämpfer Martin Luther King wurde am 15.01.1929 in Atlanta, USA geboren. Er studierte Soziologie und Theologie und wirkte als Pastor in Montgomery und Atlanta.

Martin Luther King wurde bei einem Attentat am 4.04.1968 in Memphis erschossen.

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 Er hält am 28.08.1963 diese berühmte Rede:

 ICH HABE EINEN TRAUM

„Dieser Traum wurzelt tief im amerikanischen Traum:

Dass sich diese Nation einmal erheben wird und der wahren Bedeutung ihres Glaubensbekenntnisses gerecht wird. Wir halten diese Wahrheiten für offenkundig, dass alle Menschen gleich geschaffen sind.

ICH HABE EINEN TRAUM, dass eines Tages die Söhne von früheren Sklaven und die Söhne von früheren Sklavenbesitzern sich auf den roten Hügeln von Georgia gemeinsam an den Tisch der Brüderlichkeit setzen können.

ICH HABE EINEN TRAUM, dass eines Tages selbst der Staat Mississippi, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und in der Hitze der Unterdrückung schmort, in eine Oase der Freiheit und Gerechtigkeit verwandelt wird.

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ICH HABE EINEN TRAUM, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der sie nicht wegen der Farbe ihrer Haut, sondern nach dem Wesen ihres Charakters beurteilt werden“.

Martin Luther King erhält am 11.12.1964 den Friedensnobelpreis.

Er sagte:“ Durch die Konzentration Mahatma Gandhis auf Liebe und Gewaltlosigkeit entdeckte ich die Methode für soziale Reformen, nach der ich suchte „.

Quellen: KURIER HISTORY John F. Kennedy von Georg Markus

Draupadi.

BARACK HUSSEIN OBAMA

FLICKR-FOTO von sxyblzgyal.

BARACK ist ein afrikanischer Name, er bedeutet Der Gesegnete.

Mr.Präsident wurde am 4.08.1961 in Honolulu auf Hawai geboren. Seine Mutter Stanley Ann war eine weiße US Amerikanerin. Sein Vater, Barack senior, war ein schwarzer Muslim aus Kenia. Nach nur 2 Jahren ließen sich seine Eltern scheiden.

Barack Obama:

Die Abwesenheit meines Vaters, die Lücke, die er hinterließ, hat mich mehr geprägt, als er selbst.“ aus NEWS vom 08.11.09.

Nach der Scheidung seiner Eltern lebte er mit Mutter und Stiefvater in Indonesien. 1971 nahmen ihn seine Großeltern zu sich nach Hawai.

Barack legte 1979 in Hawai seinen Highschoolabschluß mit Auszeichnung ab. Er studierte anschließend Politikwissenschaften in Los Angeles und New York. Später Rechtswissenschaft in Chicago.

Seit er beim Parteitag der Demokraten 2004 mit seiner Grundsatzrede ein Millionenpublikum elektrisierte, war klar, hier seht ein Mann mit großer Zukunft.-Karriere Kurier Bericht v.Teresa Richter-Trummer.

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Obamas Vorbild als Präsident ABRAHAM LINCOLN

wurde am 12.02.1809 in Kentuky geboren. Er wuchs in sehr einfachen Verhältnissen auf. Seine Mutter starb, als er 9 Jahre war. Mit seiner Stiefmutter verstand er sich sehr gut.

FLICKR-FOTO von mbell1975: Der 16.Präsident der USA

ABRAHAM LINCOLN arbeitete als Anwalt. Er war ein glänzender, volkstümlicher Redner und ein gewandter Parteitaktiker. Nach der Abspaltung der Südstaaten führte Lincoln den Norden durch den Bürgerkrieg und erreichte die Wiederherstellung der Union. Er schaffte die Sklaverei ab und stellte für die USA die Weichen zu einem modernen Industriestaat.

ABRAHAM LINCOLN führte persönlich ein bescheidenes Leben. Im Jahr 1842 heiratete er Mary Todd.Vier Söhne kamen zur Welt, aber nur ROBERT, der Älteste, erreichte das Erwachsenenalter.

ABRAHAM LINCOLN wurde als 1.Republikaner 1860 und 1864 in das Präsidentenamt gewählt. Dennoch wurde er nach seiner Ermordung am 15.04.1865 zu einer überparteilich verehrten Gestalt. Er gilt als der bedeutendste Präsident der US-Geschichte.

Den Amerikanern gilt Lincoln als Verkörperung der politischen Tugenden ihrer Nation. (Quelle:Brockhaus)

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Auszug aus dem Buch: „Sags wie Obama“ von Shel Leanne:

Obamas rhetorische Stärke hat viele Ursachen:

  • Seinen naturgegebenen satten Bariton, den er wie ein Präzisionsinstrument einsetzt.
  • Sein Geschick, Bilder in die Köpfe seiner Zuhörer zu transportieren.
  • Seine anmutige Körpersprache und Gestik, die Beziehung zum Publikum aufbaut.
  • Seine zutiefst persönlichen Erfahrungen, die er mit historischen Worten und Bibelsprüchen verwebt, um ein WIR-Gefühl zu vermitteln.
  • Er verleiht Botschaften durch ICH, SIE und WIR eine persönliche Note.
  • Er kann Visionen vermitteln.
  • Er weiß um die Strahlkraft der Wiederholung.
  • Er nutzt wie ein Popstar Slogans – als immerwiederkehrenden Refrain seiner rhythmischen Reden:

YES, WE CAN!

CHANGE WE CAN BELIEVE IN!

OUR MOMENT IS NOW!

DIES IST UNSERE STUNDE, DIES IST UNSERE ZEIT!

FLICKR-FOTO: Schnappschuß beim Wahlkampf 2008.

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2o.Jänner 2009: Wie Millionen Menschen auf der ganzen Welt verfolgte ich auch die Zeremonie der Angelobung im TV. Was mich besonders beeindruckte, war der Respekt und die Hochachtung – das Miteinander – der versammelten Personen.

Erst am nächsten Tag sah ich im Kurier, daß die Bibel in MICHELLE OBAMAS Händen lag, als ihr Mann den Eid ablegte.

KURIER am 21.01.2009:

„Während des Eids ruhte seine linke Hand auf der Bibel, die ABRAHAM LINCOLN 1863 verwndet hatte, als er das Ende der Sklaverei ausrief. Und an diesem Tag – 145 Jahre später – wurde mit BARACK OBAMA der erste Afro-Amerikaner als Präsident vereidigt.

Auszug aus der Antrittsrede des 44.Präsidenten Amerikas, am 20.01.2009:

„Unsere Kindeskinder sollen sagen, daß wir uns auch in Zeiten der Prüfung weder abgewendet haben, noch ins Taumeln gerieten.

Sondern daß wir, den Horizont im Blick und mit Gottes Gnade, das großartige Geschenk der Freiheit weitergetragen und sicher an nachfolgende Generationen übergeben haben“.

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Teri Hatcher, eine der „Desperate Housewives, erzählt im MAXIMA-Interview:

Mit meiner Tochter Emerson Rose fuhr ich zur Angelobung von Barack Obama nach Washington. Ein Erlebnis, das wir beide nie vergessen werden. Und ein Überlebenstrip! Wir sind um 7 Uhr vom Hotel losgegangen, um danach 3 Kilometer in der Menschenmasse „mitzuschwimmen“. Millionen Menschen strömten einfach vorwärts. Die Stimmung war einmalig. So viel positive Energie und Hoffnung – Jede Minute frieren hat sich gelohnt!

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Freunde von Barack Obama gaben dieses Statement:

„Er ist Einer,der es versteht, geradezu magisch Nachteile in Vorteile zu verwandeln“ aus NEWS vom 08.11.08.

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Fotostream von Barack Obama vom 24.09.08.

MICHELLE OBAMA wurde am 17.01.1964 in Chicago als Tochter von Marian und Frasier Robinson geboren. Sie studierte Soziologie und Jura. Im Oktober1992 heiratete sie Barack Obama.

Das Wahlkampfteam nannte Michelle anerkennend THE CLOSER, Bewies sie doch in den langen Monaten des Wahlkampfes, daß sie unentschlossene Wähler von ihrem Mann zu überzeugen wußte. Auch erinnerte sie ihn immer wieder daran, dass Entscheidungen nicht nur mit dem Intellekt, sondern mit dem Herzen zu fällen sind. Sein Erfolg bei der Wahl am 4.11.2008 war deshalb auch ihrer. (Kurier vom 19.01.09)

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Am 4.07. 1998 kam die erste Tochter MALIA ANN zur Welt. Natascha mit dem Kosenamen SASHA wurde am 10.08.2001 geboren.

FLICKR-FOTO von sxyblzgyal.

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Die Bush Zwillinge, Jenna und Barbara gaben ihren Nachfolgerinnen im Weißen Haus in einem Brief auch folgenden Rat:

„Viele glauben, sie kennen euren Vater.

Aber sie kennen weder das Gefühl, das er an dem Tag hatte, als ihr geboren wurdet, noch seinen Stolz an eurem ersten Schultag.

Vergeßt nie, wer euer Dad wirklich ist!“

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Frank Elstner hatte gestern in seiner Sendung „Menschen der Woche“ Sammy Molcho eingeladen. Es war ein interessantes Interview. Z.B. Die Aussage:

DER KÖRPER IST DER HANDSCHUH DER SEELE!

Er spricht immer die Wahrheit.

Frank Elstner fragte dann nach seiner Meinung zum amerikanischen Präsidenten.

Sammy Molcho meinte:“Barak Obama steht sehr aufrecht ohne zudringlich zu wirken, er ist sehr zentriert, präzise und ehrlich. Er traut ihm zu, alle seine Pläne zu verwirklichen.

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TAGESSCHAU vom 10.02.2009:

BARACK OBAMA steht für den amerikanischen Traum, er ist ein Veränderer, der Menschen fasziniert. Er hat bei Millionen das interesse für Politik geweckt.

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Interview aus der ZEITUNG-MAXIMA vom März 2009:

BARBARA GASSER: Was erhoffen Sie sich von Ihrem neuen Präsidenten Barack Obama?

SIGOURNEY WEAVER.: Ich unterstütze Obama seit 2004, weil er ein intelligenter und methodischer Mann ist. Mit ihm als Präsidenten sehe ich die Chance für überparteiliche Zusammenarbeit. Nur im Team können die anstehenden Probleme gelöst werden, die auf der ganzen Welt bestehen.

Von der Regierung Obama hoffe ich, dass ein neuer Ansatz kommt. Ich erwarte nicht, das Obama alles kann, aber es ist die Chance auf einen Neustart mit einer ehrlichen Regierung.

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KURIER,28.04.2009: Bericht von Konrad Kramar:

Zwar kann sich der Präsident auf eine solide demokratische Mehrheit in beiden Häusern des US-Kongresses stützen, doch die US Regierung funktioniert traditionell über Parteigrenzen hinweg. Grund dafür sind auch die gänzlich unterschiedlichen Interessen der Abgeordneten aus den einzelnen Bundesstaaten.

So muss auch um jede politische Einigung mühsam gefeilscht werden. Und das, gibt ein Mann aus dem Obama-Team zu, „sitzt uns im Genick wie ein stechender Schmerz“.

Ingrid Steiner-Gashi – Die positive Seite: Wenn sich politische Aktivitäten in Zahlen ausdrücken lassen, sprechen die Ergbnisse der US-Webseite POLIFACT für sich:

Knapp ein Fünftel seiner rund 500 Wahlversprechen hat US-Präsident Barack Obama demnach in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit bereits erfüllt oder zumindest aufgegriffen.

KONRAD KRAMAR – Die negative Seite: Obama hat in diesen ersten 100 Tagen die öffentliche Debatte für sich entschieden, mit Charme, Redegewandtheit und einer revolutionär neuen medialen Inszenierung. Doch das schwächt den Gegner nur äußerlich, ihre politischen Bastionen haben sie inzwischen nur verstärkt.

Wirklicher politischer Fortschritt ist nicht mit großen Worten, sondern nur im Infight mit diesen Lobbisten zu erzielen. Und da hat der öffentlich so strahlende Obama schon harte Treffer kassiert.

Sein Bankenhilfspaket war der Opposition trotz endloser Kompromissuche keine Stimme wert, von der groß angekündigten Regulierung der Finanzmärkte ist wenig zu hören. Im Umgang mit skandalösen Bonuszahlungen an Manager und der Verfolgung von CIA-Folterern bekam man eher Hauruck-Populismus zu sehen als den großen „change“.

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KURIER, 5.05.2009: Ein Interview des US-Politologen Ronald Hrebenar:

BARACK OBAMAS erste hundert Tage im Amt sind vorbei. Doch erst jetzt, nach geglücktem Start, habe der neue US-Präsident ein ungefähr einjähriges Zeitfenster, um die wichtigsten Aufgaben anzupacken.

Über Obamas Chance, ein großer Präsident zu werden, meint er:

„Große Präsidenten brauchen große Herausforderungen oder große Krisen. Die Zeiten dürften nicht langweilig sein. Mit der Wirtschaftskrise hat Obama somit den Rahmen und die Chance, ein großer Präsident zu werden. Aber eine Garantie gibt es dafür nicht!“

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KURIER, 5.06.09: Kommentar von Walter Friedl zur Grundsatzrede von US-Präsident Barack Obama in der Universität von K airo:

„Stark, fundiert, rhetorisch brilliant und emotional. US-Präsident Barack Hussein Obama hat bei seiner Rede in Kairo, die das Verhältnis der USA zu den 1,5 Milliarden Muslimen weltweit auf eine neue Basis stellen sollte, nicht enttäuscht.Er sprach von Brückenbau, Kooperation und dem Mut für einen Neubeginn. Und man nimmt dem US_Staatschef mit muslimischen Wurzeln ab, dass er es ernst meint…

Denn wie Obama sagte:

Wer nur in die Vergangenheit schaut, kann Zukunft nicht gestalten.

Die Vergangenheit hieß Konfrontation, die Zukunft muss Dialog heissen.“

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KURIER-KOMMENTAR von Stefan Galoppi am 24.07.09:

Es geht nicht um einen Sieg für Obama, sondern um die Gesundheit von Millionen

Es stimmt schon, was berichtet wird: BARACK OBAMA´S Haare sind seit seinem Amtsantritt deutlich grauer geworden. Sein Auftritt ist nicht mehr so federleicht. Seine Umfragewerte haben deutliche Dellen abbekommen. Schon wird vom sinkenden Stern des 44.US-Präsidenten geschrieben und vom Überdruss, den seine mediale Allgegenwart auslöse. Aber ist das wirklich das Thema?

Festzuhalten ist: OBAMA hat in allen Bereichen einen Scherbenhaufen geerbt – und das mitten in der schwerstenWirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Er hat versucht, an allen Fronten neue Impulse zu setzen. Und er wirft seine rhetorische Überbegabung bei jeder Gelegenheit in die Schlacht, um Problembewußtsein zu schaffen und Lösungsansätze zu kommunizieren.

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Die Republikaner wittern die Chance, ihrem Angstgegner OBAMA ein Waterloo zu bereiten – und sie könnten es auch tatsächlich schaffen. Einen unhaltsamen Zustand einzubetonieren, ist aber eine erbärmliche Siegestrophäe. Gesundheit eignet sich nicht für zynische Parteipolitik. Und das sollte viel mehr das Thema sein, als die zunehmenden Sorgenfalten in Obama´s Gesicht.

PRÄSIDENT BARACK OBAMA:“ Es geht hier nicht um mich, ich habe eine großartige Versicherung so wie jedes Kongressmitglied.“ Es gehe um die vielen Menschen, die ihn täglich um Hilfe bitten. Und um die Wirtschaft, die sich ein so teures System nicht mehr leisten kann.

47 Millionen US Bürger sind ohne Versicherungsschutz und im Notfall auf die Erstversorgung der Spitäler angewiesen.

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DER STANDARD am 20.08.2009:Obama nennt die Krankenversicherung für jedermann „moralische Pflicht“

(…)Obama will den rund 46 Millionen nicht versichertenUS-Bürgern mit staatlicher Hilfe eine Krankenversicherung ermöglichen. Zuletzt ist der Widerstand gegen die Reform stark gewachsen. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, eine Verstaatlichung des Gesundheitswesens anzustreben und die Kosten in die Höhe zu treiben.

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Mr. Präsident Barack Obama

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

ZUM FRIEDENSNOBELPREIS !

Ich finde, das ist ein großartiges Zeichen der Anerkennung und Freude nach den schwierigen politischen Verhandlungen der letzten Monate!

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KURIER am 7.02.2010 :

Brigitte Schokarth fragt JOAN  BAEZ, die Ikone der Protestsongbewegung der 60er-Jahre:“Sehen sie Ähnlichkeiten zwischen Martin Luther King und Barack Obama?“

JOAN BAEZ: „Sehr große, ja! In der Würde, der Integrität, dem unglaublichen Charisma und der Eloquenz.

Ich habe mich aber oft gefragt. ob Obama nicht außerhalb dieses Amtes, in dem er in seinen Aktionen so limitiert ist, mehr bewegen hätte können. Ich habe fast das Gefühl, dass seine Intelligenz in einer Art Gegenreaktion eine Welle der Dummheit ausgelöst hat. Dass die Sarah Palins dieser Welt aufblühen, weil sie seine Weisheit nicht tolerieren können.“

Draupadi.

FRIEDE DEN MENSCHEN, DIE GUTEN WILLENS SIND

DANIEL Barenboim wurde 1942 in Buenos Aires geboren. Er zählt zu den bedeutendsten Pianisten und Dirigenten der Gegenwart. Er ist ein politisch sehr aktiver Mensch. Daniel Barenboim hat die Staatsbürgerschaft von Argentinien, Israel, Spanien und Palästina.

Im September 2007 wurde er vom UN Generalsekretär Ban Ki Moon zum Friedensbotschafter der UNO ernannt.

Gemeinsam mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said gründete er 1999 das West-Eastern Divan Orchestra, bei dem junge Musiker aus Israel, Palästina, Ägypten, Libanon, Syrien, Jordanien und dem Iran miteinander musizieren:

FLICKR-FOTO von globians.

Das Orchester, so Barenboim, sei aus der Überzeugung heraus entstanden, dass man erst durch Anerkennung der Logik der Position des Anderen, einen Konflikt lösen kann.

DANIEL BARENBOIM dirigierte das 70. Neujahrskonzert in Wien.

Als ich Teile der Fernsehübertragung sah, spürte ich so eine starke Energie fliessen. Es ist so etwas Großartiges, etwas besonders Wohltuendes, das man fühlen kann, wenn die Kundalini-Energie erweckt ist.

Wir haben ein inneres Instrument entlang der Wirbelsäule eingebaut, das durch die Meditation immer effektiver wird. Je mehr unsere Ur-Energie die Kanäle und Nervenplexen durchfluten kann, umso präziser wird unsere Wahrnehmung und umso intensiver wird unser LEBEN IN DER VIERTEN DIMENSION.

Sehr interessiert las ich dann das Interview in der Tageszeitung KURIER. Später kam die Idee zu diesem Blogartikel.

Im Interview nahm Herr Barenboim zum Nahostkonflikt zwischen Israel und den Hamas, Stellung.

Der Reporter, Herr Peter Jarolim, fragte: Das Neujahrskonzert gilt auch als Konzert des Friedens. Die Situation im Nahen Osten aber ist mehr als beängstigend…

Herr Barenboim:“Ja. Das was zur Zeit im Gaza Streifen passiert, ist unfassbar schrecklich. Ich bin so traurig, dass die Politiker noch immer nicht verstanden haben, worum es geht. Sicher: Die Hamas muß aufhören, Raketen zu schiessen. Aber auch Israel muß endlich umdenken.

GEWALT IST KEINE LÖSUNG,

KRIEG IST KEINE LÖSUNG,

MORD IST KEINE LÖSUNG!

Das sollten gerade wir Juden nach dem Holocaust am besten wissen. Was bitte bringt es, jetzt die Hamas völlig zu zerstören zu wollen? Nichts. Denn ist das geschafft, kommt eine radikalere Nachfolgerorganisation, die wieder Rache will.“

Die Frage des Reporters:“Und was ist der Ausweg?“

„BEIDE SEITEN SOLLTEN MITEINANDER LEBEN LERNEN.

DIE ISRAELIS UND DIE PALÄSTINENSER.

WIR MÜSSEN ENDLICH BEGREIFEN,

DASS WIR ENTWEDER GEMEINSAM GESEGNET

ODER GEGENEINANDER ZUM UNTERGANG VERDAMMT SIND!“

Herr Jarolim:“Glauben sie, dass die Musik da helfen kann? Immerhin haben Sie mit ihrem Orchester Pionierarbeit bei der Verständigung geleistet.“

Herr Barenboim:„Die Musik und helfen? Ich denke, die Musik kann zwei Funktionen haben:

  1. Sie kann als reine Flucht vor der Realität dienen. Sonst hätte es ja Monster wie Hitler oder Stalin nicht gegeben.
  2. Oder man hört zu. Das ist wie bei einem Orchester. Da erwarte ich auch von jedem Musiker die eigene Bestleistung. Und ich erwarte, dass jeder Musiker auf die anderen hört. Vielleicht sollte man die Politiker dazu zwingen, diese ideale Orchestersituation auch einmal real durchzuspielen…

FLICKR-FOTO von „Gary“.

Berliner Morgenpost-5.01.09:

DANIEL BARENBOIM sagt am 30.12.09 zum Nahostkonflikt unter Anderem: „Gewalt und militärische Bestrebungen können für dieses menschliche Problem nie eine Lösung bringen. Das ist, wie wenn man eine Krankheit im Fuß hat und Medizin für das Ohr nimmt.“

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt am 01.01.09 die Wünsche des Herrn Barenboim:

„Ich wünsche mir, daß im Jahr 2009 die berühmte Klugheit wieder zurückkehrt, die den Juden immer zugeschrieben wird.

Ich wünsche mir salomonische Weisheit für die Politiker in Israel, die sie zu der Einsicht bringt, daß Palästinenser und Israelis die gleichen Rechte haben.

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Aus „DIE BUNTE ZEITUNG“ 12.2008:

Herr Di-Tutu Bukasa interviewt Herrn Stefan Schennach, Bundesrat von den GRÜNEN Österreichs:

„Was ist die Grüne Position zum Konflikt Israel-Palästina?“

Hr.Schennach:

ALLE GROSSEN MONOTHEISTISCHEN RELIGIONEN

HABEN DORT IHR HERZ.

Ich glaube, wir müssen zuallererst Jerusalem zu einer internationalen Stadt machen, die nicht in die Kontrolle der einen oder anderen liegt.

Jerusalem gehört Allen.

GEBET FÜR DEN FRIEDEN IN JERUSALEM

In den Mauerritzen stecken Briefe an Gott

FLICKR-FOTO von Aaron Mich.

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Aus dem KURIER vom 19.01.2009: Der Antisemitismusforscher Max Gottschlich sagte:

„Ich vermisse den Aufschrei der Christen und der Kirchen, wenn die Hamas oder das Iraner Regime nicht aufhören zu fordern, dass Israel vernichtet werden müsse und täglich Raketen auf Israel abgefeuert werden.

Papst Johannes Paul hat gesagt, das Judentum gehöre zum Innersten des Christentums.

Jesus war Jude, seine Mutter war Jüdin, sein Vater war Jude, seine Gefolgschaft waren Juden, sein Beten war jüdisch und seine Lehre ist jüdisch. Alles am Christentum ist eigentlich jüdisch.

Man könnte sagen, Gott hat sich in einem Juden ein menschliches Antlitz gegeben.“

Max Gottschlich ist 60 Jahre alt, er wirkt seit 1983 als Uni-Professor für Publizistik in Wien. Schwerpunkt seiner Lehre ist Ethik. Er ist tiefreligiöser Katholik mit jüdischen Vorfahren. Sein jüngstes Buch „Versöhnung“ trägt daher autobiographische Züge.

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KURIER, 1.05.2009: Der weltberühmte Dirigent, Pianist und Friedensinitiator DANIEL BARENBOIM wurde am 30.04.09 mit der Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien ausgezeichnet.

Barenboim hatte am 26.04.1966 erstmals im Musikverein gastiert. Seit damals gab er mehr als 100 Konzerte als Dirigent oder Pianist im ehrwürdigen Haus in der Bösendorferstraße.

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Am 4.06.09 hielt US-Präsident BARACK OBAMA seine Grundsatzrede in der Universität Kairo. Ein Auszug:

„Ich bin ein Christ, aber mein Vater stammte aus einer kenianischen Familie mit vielen Generationen von Muslimen. Als Bub verbrachte ich einige Jahre in Indonesien und ich hörte den Ruf der Muezzins bei Tagesanbruch und in der Dämmerung……. Es ist unsere Pflicht, auf den Tag hinzuarbeiten, an dem Jerusalem eine sichere und dauerhafte Heimat für JUDEN,CHRISTEN und MUSLIME ist und ein Ort, wo alle Kinder Abrahams friedlich miteinander leben.“

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Draupadi.