Unser Herz

Eine Freundin borgte mir ein sehr interessantes Buch vom Autor MARKUS PETERS. Herausgegeben im VAK Verlag:

“ GESUNDMACHER HERZ „

Wie es uns steuert, verbindet und heilt

Der geniale Impulsgeber für Körper und Seele

Beeindruckt hat mich der Anbeginn unseres Kreislaufsystems:

Die Entstehung pulsierenden Bluts als 1. Schritt auf dem Weg zu einem funktionierende Kreislaufsystem beginnt auf der äußeren Umhüllung des Embryos, ohne dass es im Embryo so etwas wie Gefäße oder gar ein Herz bereits gäbe. Im Zuge der weiteren Entwicklung bilden sich aus den pulsierenden Blutinseln dann erste Gefäße, die in die Hülle des Embryos hineinwachsen und sich von dort aus zum Kreislaufsystem weiterentwickeln.

Und erst dannwird eine Verbindung zwischen Blutgefässen und dem inzwischen ja ebenfalls weiter ausgebildeten Herzen hergestellt –

DAS HERZ BEGINNT ZU SCHLAGEN!

Eine wunderschöne Darstellung unseres Inneren

Das unvorstellbar weit verzweigte System von Gefäßen hat – je nach Körpergröße und auch körperlicher Leistungsfähigkeit – eine Innenoberfläche

zwischen 2000 und 6000 Quadratmetern!

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HARMONIE und BALANCE:IMG_0192.JPG

Das Herz ist die eigentliche Lebensmitte. Der Zusammenhang von Körper und Seele ist nirgends deutlicher zu spüren.

Der Mensch besteht aus mehr oder weniger rhythmischen Systemen. Je nach Gefühlslage und Gesundheitszustand mehr oder weniger harmonisch schwingend:

EINATMEN – AUSATMEN

SCHLAFEN – WACHEN

NAHRUNGSAUFNAHME – VERDAUUNG

LIDSCHLAG – GEHEN…..

Herz und Lunge sind die kräftigsten Impulsgeber. Mit dem ATMEN steht dem Menschen ein Rhythmusgeber zur Verfügung, der die Dynamik des Herzens unmittelbar beeinflussen kann. Zum Beispiel wirkt sich das Rezitieren des Meditations Mantras

OM – OHM – AUM

sehr positiv auf unser Wohlbefinden aus.

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DAS VERZEIHEN – setzt die Fähigkeit zum

HERZDENKEN – demütiges Denken – Ahnen – Betrachten – Fühlen

im Gegensatz zum rationellen denken des Gehirns, voraus.

Zum Beispiel das Prinzip der Nächstenliebe, der Bamherzigkeit, der Befreiung“ – das Gebot:

LIEBE DEINEN NÄCHSTEN WIE DICH SELBST!“

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Auszug aus einer geführten Meditation mit SHRI MATAJI NIRMALA DEVI am 18.06.1988:

Nun legt die Hand auf euer Herz. Hier sollt ihr Gott danken, dass ihr den Ozean der Freude fühlen könnt, dass ihr den Ozean der Vergebung gefühlt habt und auch die Fähigkeit zu verzeihen.

LASS MEIN HERZ SICH ERWEITERN UND DAS GESAMTE UNIVERSUM UMFASSEN UND MÖGE MEINE LIEBE DEN NAMEN GOTTES WIDERHALLEN LASSEN!“

Das Herz sollte in jedem Augenblick die Schönheit der Liebe Gottes ausdrücken!

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Shri Mataji Nirmala Devi.

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JESUS CHRISTUS sagte:

Und wenn ihr betend steht, vergebt, wenn ihr etwas gegen jemanden habt, damit euch auch euer Vater im Himmel eure Verfehlungen vergibt!“

aus dem Markusevangelium.

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Zum Kapitel HERZ gehört auch ein Hinweis aus der Praxis:

Zwischen MITLEID und MITGEFÜHL liegen Welten:

Im MITLEID verliere ich mich im Leid des Mitmenschen.

Beim MITGEFÜHL bleibe ich mit meinem seelischen Schwerpunkt bei mir, öffne aber mein Herz ihm zu helfen oder für ihn da zu sein.

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Das Element, das das HERZ reinigen kann, ist der Wind. Dazu passt der Spruch in einer Kapelle auf Hiddensee:

GOTTES SIND WOGEN UND WIND.  

ABER SEGEL UND STEUER SIND EUER – 

DASS IHR DEN HAFEN GEWINNT!

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JEAN JAQUES RUSSEAU: „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.

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Im Vorjahr machte ich mit Freundinnen an einem sehr heißen Julitag auf der Fahrt zu einem SAHAJA JOGA Seminar ein Fußbad in der Enns. Eine von ihnen hatte schöne Steine gefunden und zeigte sie mir. „Steine nehme ich nicht mit, mein Gepäck ist schwer genug!“ Meinte ich. Dann blickte ich zu Boden und sah dieses besondere Herz:

Ich war beeindruckt und hob es gleich auf. Es war so ein unerwartetes, großartiges Geschenk für mich. Das musste ich mitnehmen. Auch die Rückseite ist wunderschön:


Draupadi.

 

 

 

16. 11. 2016

Ein besonderes Datum heute, finde ich. Unser Hals Chakra hat 16 Blütenblätter oder Nervenstränge, die davon ausgehen. Die Farbe dieses Energiezentrums ist BLAU. Die Modefarbe heuer, wie mir mein Sohn erklärte.

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Ein Gebet, das SHRI MATAJI NIRMALA DEVI am 9.02.1975 empfahl, möchte ich teilen:

 GEBET ZUM ALLMÄCHTIGEN

 Ihr müsst zu Gott beten und um das bitten, das ihr wollt.

Bittet um „vollständige Zufriedenheit in meinem Herzen,

Freude in meinem Herzen.

Glückseligkeit in meinem Herzen, sodass die ganze Welt glückselig wird „.

„Gib mir dass ich die ganze Welt lieben kann und dass die ganze Welt eins in der Liebe wird.

Schenke der gesamten leidenden Menschheit Erlösung.

Reinige mich mit Deiner Liebe.

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Jedes Mal wenn euch ein Gedanke kommt, betet und ihr werdet euch auf die selbe Art bewegen wie der Ozean, der das Unbewusste ist und der mit dem Gedankenfreien Bewusstsein beginnt.

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Wenn ihr nicht gedankenfrei werden könnt betet zu ihm:

„Vergib mir was ich falsch gemacht habe und

vergib jenen die mir Unrecht getan haben „.

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Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, das das Verzeihen ein Prozess ist. Man muss es üben. Mir hilft es, wenn ich es laut sage, dann höre ich es nochmals und es wirkt für mich besser. Aber es ist wie bei Allem in Sahaja Yoga. Es geht um das Ausprobieren.

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Draupadi.

Fotos von Korinth, Ende Oktober in Griechenland.

JEDERMANN kommt heuer wieder

Im August 2011 verbrachten mein Mann und ich ein langes Wochenende in Salzburg, um meinen 60 Geburtstag zu feiern.
                                                                                                                                       Ein Foto in der Getreidegasse mit der neuen Filmkamera

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Ich wünschte mir eine Fiakerfahrt.  Mir gefielen die Haflingerpferde so gut.  Meinem Mann imponierte die schwarze Kutsche mit den Rappen. Für mich ist Schwarz die Farbe der Trauer.  Ich wollte ihm aber auch eine Freude machen und wir fragten diesen Kutscher, ob er Zeit hat. Er meinte, das Schimmelgespann ist an der Reihe. Und so kommt öfters Alles anders, als man denkt.

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Am Domplatz spielte ein Balalaika Trio in den Arkaden. Wir genossen den schattigen Ort und die liebliche Musik von Mozart. Ich spürte meine Kundalinikraft und die Vibrationen dieser Musik so stark und genoß dieses weitere Geburtstagsgeschenk sehr.

Nach einem guten Mittagessen und einer ausgiebigen Siesta machten wir uns für unser besonderes Abendprogramm fertig. Vor dem Weggehen gab ich mir ein BANDHAN, das ist ein Schutz für die Aura. Da spürte ich wieder, daß ich ein gutes Instrument bin.

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Wir besuchten eine Vorstellung des

 J E D E R M A N N von Hugo von Hoffmannsthal

am Domplatz.

Die Premiere in Salzburg fand am 22.August 1920 statt.

Wir kamen genau 91 Jahre später.

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Es war ein sehr heißer Tag und unsere umsichtige Hotelchefin gab uns den Tip unbedingt Wasser mitzunehmen. Wir hatten uns auch schön gemacht und genossen das Flair des besonderen Rahmens, der Festspielgäste und der Erwartung von Etwas, was wir schon immer einmal erleben wollten.

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EINIGE BILDER VON „UNSERER VORSTELLUNG“ MIT PASSENDEN „ZITATEN“:

GOTT,  ALS  ZUSCHAUER VON OBEN

Martin Reinke

Gott:“… Soviel ich vermocht, hab ich vollbracht und nun wird meiner schlecht geacht…“

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JEDERMANN  UND  SEINE  MUTTER

Nicolas Ofzarek und Elisabeth Rath

Jedermann:“…Bin jung im Herzen und wohl gesund und will mich freuen meiner Stund. Es wird die andre Zeit schon kommen, wo Buß und Einkehr mir wird frommen….“

Seine Mutter:“… Das Leben flieht wie Sand dahin, doch schwer umkehret sich der Sinn…“

Jedermann:“Frau Mutter, mir ist das Reden leid, hab schon gesagt, hab heut nit Zeit!“

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JEDERMANN UND DIE BUHLSCHAFT

Nicolas Ofzarek und Birgit Minichmayer

Buhlschaft:“… Ich bin bei dir, sieh doch auf mich! Dein bin ich heut und ewiglich!“

Jedermann:“…Wenn ich dann spräch, bleibst du bei mir? Willst dort bei mir sein, so wie hier?

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Jedermann:“..Jetzt, jetzt auf neu, so hört doch an, wie streng sie rufen JEDERMANN!“

Jedermann:“ …Ach Jesus, ist das aller Dinge End, versprochen haben sie gar viel, vom Halten lassen sie die Händ…“

Tod:“ …Du Narr, bald ist die Stund vertan, nimmst immer noch Vernunft nit an.“

Jedermann:“ …Wer bin ich denn? Der Jedermann, der reiche Jedermann allzeit. Das ist mein Hand. Das ist mein Kleid. Und was da steht auf diesem Platz, das ist mein Geld, das ist mein Schatz!“

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Wir waren sehr beeindruckt von der Leistung der Schauspieler. Die Atmosphäre des Domplatzes nahm uns gefangen. Nachher flanierten wir in der Getreidegasse und genossen den späten Abend im Schanigarten des Restaurants Till Eulenspiegel.

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Im Jahr 2012 wurde  Jedermann in der selben Besetzung wieder gespielt. Guido Tatarotti schrieb am 23.07.12 im Kurier eine tolle Kritik:

Christian Stückl hat mit seiner klugen, mutigen Fassung das Äußerste aus Hugo von Hoffmannsthals Bekehrungsschinken herausgeholt. Er baute Faust-Zitate ein, legte die Figuren Teufel und Guter Gesell zusammen, strich die Figur des Glaubens und teilte ihre Texte auf andere auf ( mit dem großartigen Ergebnis, dass das oft so peinliche weihevolle Ende plötzlich packend und ergreifend wurde), stellte Gott in Gestalt eines Bettlers auf die Bühne. Die Inszenierung hat Humor und berührt trotzdem. Sehr stark! 5 Punkte.

Guido Tatarotti:“ Das Ende hat man so faszinierend dicht in Salzburg noch nie gesehen. Ohne falsches Weihespielpathos wird klar:

GOTT GIBT VERGEBUNG NICHT, WEIL MAN SIE VERDIENT –  SONDERN ER VERSCHENKT SIE.

GOTT IST KEIN GESCHÄFTSMANN.

NICHT GENAU ABGERECHNETE GUTE TATEN FÜHREN IN DIE ERLÖSUNG, SONDERN GLAUBE UND VERTRAUEN.

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Dieses Jahr,  2013 spielt CORNELIUS OBONYA den JEDERMANN.
Er sagte im Interview mit Ro Raftl im Freizeit Kurier:
Hoffmannsthals katholischen Bühnenschluß mit Reue und Erlösung halte ich heute für äußerst schwierig – aber er funktioniert. Überall. Denn keiner weiß, was nach dem Tod passiert.“

Der schottische Philosoph DAVID HUME half ihm, seine Glaubensfragen zu klären:

„ICH KANN NICHT BEWEISEN, DASS ES GOTT GIBT.
ICH KANN ABER AUCH NICHT BEWEISEN, DASS ES IHN NICHT GIBT.
ICH KANN MICH NUR ENTSCHEIDEN ZU GLAUBEN ODER NICHT,“

hielt Hume im 18. Jahrhundert das erste Plädoyer für eine freie Gewissensentscheidung.

Das fand der „faule Hund und schlechte Schüler“ Cornelius Obonya interessant. Er ist seit langem konfessionslos glücklich. „Ohne Gottes Bodenpersonal. Lieber in freiem Flug und angstfrei“.

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Draupadi.