Eine Geschichte, die das Leben erzählte…

Gestern war eine liebe junge Freundin bei mir, Beatrix, die auch die Sahaja Yoga Meditation praktiziert. Sie hatte vor einigen Monaten eine Schilddrüsenoperation. Im Krankenhaus lag eine starke Frau neben ihr, die für die Erweckung ihrer Kundalini sehr dankbar war.

Als die Assistenzärztin ins Zimmer kam, begrüßte sie diese mit

JAI SHRI MATAJI!gatesofheavens-ShriMataji1979-sml

Denn Beatrix hatte das Bild ihrer Lehrmeisterin am Nachtkästchen stehen.

„Ja, damals waren wir Alle bei Shri Matajis Vorträgen in Wien“, erklärte die Ärztin später.

Die Operation ging gut vorbei. Beim Aufwachen war sie so glücklich und dankbar. Beatrix genoss die Fürsorge ihrer Bettnachbarin sehr.

Dem behandelnden Arzt, der sie so super operiert hatte,  überreichte sie eine Münze  Österreich mit dem besonderen Motiv:

DER HEILIGE MICHAEL TÖTET DEN DRACHEN MIT EINEM SCHWERTSTICH IN DEN HALS

Auch der Arzt hatte mit dem Skalpell „ihren Drachen“ im Hals eliminiert. Sein Vorname  war Michael! Er war sehr gerührt über dieses besondere Geschenk.


Ein Mosaik des Heiligen Michael auf der Insel Lindos in Griechenland.

Draupadi.

 

Wann sehen wir uns?

Gestern bekam ich von meiner Freundin aus Wien eine Nachricht auf Whats App. Ich dachte mir, sie hat Zeit und erzählte ihr am Telefon, daß ich nachmittags in Wien sein werde. Auf die Frage, wann wir uns treffen einigten wir uns auf 14.30 vor der Votivkirche, weil ich mir die Ausstellung von MICHELANGELOS WERKEN aus der SIXTINISCHEN KAPELLE anschauen wollte.

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Wir genossen die so besonderen Kunstwerke, sogar Fotografieren war erlaubt. Weil  mir die Texte im Reader’s Digest Buch „GROSSE MALER -BERÜHMTE BILDER“ so gefallen haben, fotografierte ich „Die Erschaffung Adams “ auch gleich daraus.

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Im Buch fand ich noch eine interessante Textstelle:

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Nachher überlegten wir, wo wir eine Tasse Kaffee bekommen könnten. Ich sah das Aida Cafe von weitem, aber meine Freundin schaute in die andere Richtung. Das Hotel Regina war so einladend und weihnachtlich beleuchtet. Also schlugen wir diese Richtung ein.

Am Gehsteig vis a vis vom Hotel standen drei Pfadfinderinnen und verkauften Kuchen. Wir brauchten ja keinen, wenn wir ins Kaffeehaus gehen wollten… Ich fragte sie, ob sie schon einmal ihre Kundalini Energie gespürt haben. Auf dem SAHAJA YOGA Folder zeigte ich ihnen unseren „Inneren Computer“.Das Körberl mit dem Geld wurde aufs Tablett gestellt und die 1. bekam ihre Realisation. Sie spürte es sehr stark im Inneren. Auch die beiden anderen Mädchen waren beeindruckt. Meine Freundin, die mit Studenten beruflich arbeitet, erklärte ihnen auch diese besondere Hilfe beim Lernen. Jedenfalls meinte die Eine: „Sie haben uns sehr geholfen!“ Ich gab ihnen dann 7 Euro – für jedes Energiezentrum eine Münze ins Körberl. Da bestanden sie darauf, daß wir uns jeder ein Kuchenstück aussuchen. Und so kam es, daß wir mit Kuchen zum Kaffee ins Hotel Regina unterwegs waren.

Als wir das Hotel betraten sahen wir, daß eine Benefizveranstaltung für Kriegsflüchtlinge stattfand. Es gab ein Buffet mit warmen Essen, Kuchen, Handarbeiten, Basteleien, Kleidung…..

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Wir staunten, wo wir da „hingeführt“ worden waren. Eine Dame aus Syrien kam gleich auf uns zu und zeigte uns, was sie gekocht hatte. Wir nahmen FALAFEL, gefüllte Teigtaschen, Humus, Melanzanipüree, Schafkäse im Blätterteig, rote Rübensoße…. Im Foyer auf der großen Sitzgarnitur genossen  orientalischen Köstlichkeiten.

Später holte meine Freundin den Kaffee. Kuchen hatten wir ja mit. Drei syrische Damen kamen vorbei und suchten auch eine Sitzgelegenheit. Ich bot ihnen die freien Plätze an. Wir tranken syrischen Kaffee und hatten auch syrische Gesellschaft. Eine der Damen meinte, es ist Zeit für ihr Gebet, aber wo ?

Ich nahm meine Visitenkarte heraus, wo auch unser INNERES SYSTEM abgebildet ist.Wir erklärten dann gemeinsam die Möglichkeit der Erweckung der Kundalini Energie. Auch von der Geleichbedeutung aller Religionen sprachen wir, die wie Äste eines Baumes sind. Alle haben das gleiche Ziel – die Verbindung mit Gott.

Alle drei Frauen bekamen ihre Realisation. Eine war besonders dankbar. Sie war so in Sorge, weil ihre 25 jährige Tochter mit ihrer Familie noch in Syrien lebt.

Wir schauten dann bei den verschiedenen Ständen, was es zu kaufen gibt. Ich fand einen so besonderen rosa Pashminaschal und wollte das doppelte bezahlen als Spende, aber die Dame meinte, nehmen sie einen zweiten!!!

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Meine Freundin begleitete mich zur U-Bahn und wir verabschiedeten uns. Sie ging noch einmal zum Hotel zurück und kaufte Kuchen für ihre Familie ein. Die syrischen Damen hatten von ihrem Erlebnis erzählt und so wollte die Frau beim Verkauf auch Ihre Kundalini Energie spüren….

Es war so ein großartiges Erlebnis. Wir fühlten uns so geführt. Unglaublich….

Compassion

DANKE SHRI MATAJI NIRMALA DEVI !!!

Draupadi.

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WIEN – PALAIS DAUN KINSKI

Im August war ich bei einer besonderen Hochzeit eingeladen. Sie fand im Palais Kinsky in Wien statt. Es ist liebevoll restauriert und war auch schon Schauplatz beim Neujahrskonzert. Schon beim Eintreten wurden wir von einem Engel begrüßt:

Das Palais Daun-Kinsky ist eines der bedeutendsten, hochbarocken Palais von Wien. Es wurde von 1713 -1719 von Johann Lukas von Hildebrandt und Feldmarschall Wirich Philipp Graf Daun erbaut. 1784 erwarb es Rosa Gräfin von Kinsky. Einige Jahre war die Wiener Polizei dort stationiert.

Der malerische Stiegenaufgang :

Am Gang balgten die Putten:

Selbstporträt:

Eine prächtige Rosette als Verzierung der Türen:

Blumendekoration:

In Indien heißen die TAGETES – MARYGOLD und sind GLÜCKSBLUMEN.  Anschließend an die österreichische, standesamtliche Trauungszeremonie wurde das Brautpaar auch nach indischer Tradition vermählt:

  • Die Tante gab KUM-KUM auf das Stirnchakra der Brautleute ,
  • das Brautpaar überreichte sich gegenseitig eine Bumengirlande,
  • mit der Kerzenflamme wurde ein Bogen um das Brautpaar gemacht, der die Aura beschützt,
  • die Verwandten warfen Reis über das Brautpaar,
  • nach dem Brautpaar wurden auch die Hochzeitsgäste mit Leckerbissen gefüttert.

Nach der Gratulation, vielen köstlichen Appetithappen und etlichen Fotos fuhr der Hochzeitsfiaker vor:

Draupadi.

Das EINE, das zählt!

Shri Matajis Bestreben war das Heben der Kundalini bei so vielen Menschen wie möglich. Am Eindrucksvollsten erlebten wir das bei Programmen in Indien, wo Tausende Sucher um diesen Segen baten.

Das Bild entstand am 04.08.1995 in Budapest bei einem öffentlichen Programm:

Damals war ich auch dabei. Wir Jogis von Wien und Umgebung fuhren mit einem Autobus nach Budapest. Auf  der Fahrt wurden 

  • Mantras (= Sätze, die auf bestimmte Energiezentren positiv wirken)rezidiert,
  • gemeinsam meditiert,
  • viel erzählt,
  • gelacht und
  • schöne Lieder gesungen.

Dieses MITEINANDER genoß ich immer sehr. Es war die richtige Vorbereitung auf diesen besonderen Abend.

Bevor  Shri Mataji erschien, spürte man das schon im Inneren. Ein angenehmes Prickeln oder Rieseln ging durch den Körper, auf den Händen die kühle Brise…

Zum Einstimmen sangen Jogis aus Rumänien. Wichtige Aussagen von Shri Matajis Vortrag habe ich leider nicht in meinem Tagebuch notiert. Der nächste Programmpunkt war die gemeinsame Realisation der Sucher.

Nachher bat  Shri Mataji alle, die nicht gut gespürt haben auf die Bühne. Unter iher Aufsicht unterstützten die Jogis den Fluß der Inneren Energie jedes Einzelnen.

Mutter hatte alles gut im Griff.  Sie unterstützte die Jogis, zeigte, welche Energiezentren betroffen sind und freute sich, wenn die Kundalini durchkam. Es war wieder ein großer Schritt gemacht.“

Als Shri Mataji aufbrach wurden Lieder gesungen.

„Die ungarischen, tempramentvollen Jogis klatschten und tanzten zur Musik. Die Musikgruppe war excellent. Wir wünschen uns dann noch „ALLA HU“ und wurden nicht müde, die wunderschöne  Musik und die angenehme Atmosphäre zu genießen. Es war ein großes Geschenk.

Auf der Heimfahrt schliefen viele von uns ein. Auch ich. Der Chauffeur meinte später zu mir:“So eine lächelnde Schlafende hätte er noch nicht erlebt“. Alle lachten.

– Originalzitate aus meinem Tagebuch.

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Am 10.05.1989 wurde mir die Kundalini-Energie erweckt. Es war bei einem Sahaja Yoga Programm in der Volkshochschule Perchtoldsdorf. Ich spürte die kühle Energie wie eine Wolke, die mich liebevoll einhüllt.

In diesen 22 Jahren erlebte ich eine ständige, spirituelle Entwicklung. Es gibt verschieden Kriterien, an denen man diese gut ablesen kann:

  • Was ist mir wichtig?
  • Wie sehe ich meine Umgebung?
  • Wie gehe ich mit der Natur um?
  • Wieviel Liebe habe ich für Andere übrig?
  • Wie sehr bin ich in meiner Familie verstrickt?
  • Kann ich das SPIEL DES LEBENS schon unbelasteter betrachten?
  • Kann ich verzeihen?
  • Kann ich loslassen?
  • Kann ich genießen?
  • Kann ich geben?
  • Kann ich mich mit Anderen freuen?
  • Bin ich schon zufriedener mit mir und meinen Eigenschaften?
  • Und vor Allem, wie geht es mir bei der Meditation?

Es war und ist so, als würde sich immer wieder ein Vorhang heben oder ein Fenster öffnen und die Dunkelheit erhellen. Das ist faszinierend zu beobachten und macht mich so dankbar und zufrieden.

Alle Info auf :http://gib-es-weiter.blogspot.com/

Draupadi.

Eine besondere Mutter

MARIA THERESIA  wurde am 13. Mai 1717 in Wien als Tochter Kaiser Karls VI. und seiner Frau Elisabeth Christine geboren.

Ein Jahr später kam ihre Schwester Maria Anna zur Welt. Die Eltern hofften noch lange auf einen Stammhalter und so wuchsen die Mädchen zwanglos auf. Sie bekamen auch Musik und Schauspielunterricht.

1735 lobte der Autor Metastasio die Beiden, als sie sein Stück „Le Grazie vendicate“ einstudierten.

„Wen Maria Theresia einmal ins Herz geschlossen hatte, den hielt sie darin für immer fest!“

 Zum Beispiel ihre Erzieherin Gräfin Charlotte Fuchs, die sie burschikos „FÜCHSIN“ oder liebevoll „MAMI“ nannte. 

Um 1735 verliebte sich Maria Theresia in Franz Stephan von Lothringen, der auch in Wien lebte. Ihr Vater schätzte ihn und sah in ihm den Sohn, der ihm versagt geblieben war.

Die Hochzeit wurde am 12.02.1736 gefeiert. Im Honigmond wallfahrte das Paar nach Maria Zell, brachte der Muttergottes zwei goldene, von Lorbeer umschlungene Herzen dar und erflehte den Segen für eine kinderreiche Ehe.

DIE KINDER VON MARIA THERESIA:

  1. MARIA ELISABETH      1737 -1740
  2. MARIA ANNA                     1738 – 1789
  3. MARIA CAROLINA         1740 – 1741
  4. JOSEPH                                   1741  – 1790
  5. MARIE CHRISTINE        1742 – 1798
  6. MARIA ELISABETH       1743 – 1808
  7. KARL JOSEPH                      1745 – 1761
  8. MARIA AMALIA                1746 – 1804
  9. LEOPOLD                                1747 – 1792
  10. KAROLINA                                            1748
  11. JOHANNA GABRIELA    1750 – 1762
  12. MARIA JOSEPHA               1751  – 1767
  13. MARIA CAROLINA           1752 – 1814
  14. FERDINAND                          1754 – 1806
  15. MARIA ANTONIA              1755 – 1793
  16. MAXIMILIAN                       1756 – 1801

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Die junge Mutter Maria Theresia erklärte (bezüglich Ihres Kindersegens):“ Man kann nicht genug davon haben, in diesem Punkt bin ich unersättlich!“

FLICKR-FOTO von Sophia Trefusis.

Das Kinderkriegen kam Maria Theresia nicht schwer an. Die Geburt eines Kindes war für sie ein völlig natürlicher Vorgang, dem sie sich zwischen 1737 und 1756, als sie beinahe vierzigjährig ihr letztes Kind zur Welt brachte, fast jedes Jahr unterzog.

Am 20.10.1740 starb Kaiser Karl VI. Der letzte Habsburger hinterließ seiner Tochter Maria Theresia ein Haus, das mit Hypotheken belastet war und auf das Verwandte und Nachbarn Ansprüche erhoben. Maria Theresia war im 5. Monat schwanger. In ihrem barocken Deutsch definierte sie das Erbe:

„Sie habe im 22. Jahr meines Alters ohne mindester oder doch mit sehr geringen Kantus meiner Länder, meiner Armee, ja sogar meines Ministerii die Regierung übernehmen müssen, weil es meinem Herrn Vattern niemals gefällig ware, mich zur Erledigung weder der auswärtigen noch der inneren Geschäfte beizuziehen.“

„Niemand glaube werde widersprechen, daß nicht leichtlich ein Beispiel in denen Geschichten zu finden, daß ein gekröntes Haupt in schwerer- und mißlicheren Umständen seine Regierung als ich angetreten habe.“

Zuerst Gott, dann ihr Reich, danach ihre Familie und zuletzt sie selbst – in dieser Reihenfolge ihrer Weltordnung suchte sie ihre Lebensaufgabe zu erfüllen.

Ihr Schwager KARL v.Lothringen, der lieber negative als positive Urteile abgab, beschrieb Maria Theresia so:

  • Sie spreche in der Öffentlichkeit wie ein ausgebildeter Redner,
  •  besitze ein großes Urteilsvermögen,
  • sie sei voller Lebhaftigkeit,
  • beschäftigt sich und arbeitet den ganzen Tag,
  • vom besten Willen der Welt beseelt –
  • eine vollkommene Füstin!“ 

FLICKR-FOTO von FreeMail.

Am 13.03.1741 wurde der Thronfolger JOSEPH II geboren. Dieses Ereignis wurde als großes Freudenfest begangen. Abertausende Lichter machten in Wien die Nacht zum Tag.

Am 13. Mai 1742, an Maria Theresias 25. Geburtstag, kam der erklärte Liebling, das Herzbinkerl, MARIE CHRISTINE auch „Madame Mimi“genannt, zur Welt.

Am Abend vor der Geburt ihres 6. Kindes, einer Tochter, die den Namen MARIA ELISABETH tragen sollte, wagte Maria Theresia noch ein Tänzchen, spielte anschließend noch bis 23 Uhr Karten und ging dann ganz ruhig zu Bett. Am 13.August 1743 um 15 Uhr wurde dann die kleine Prinzessin geboren.

Um diese Zeit schwärmte der preußische Gesandte von der Kaiserin:

„Sie hat ein rundes volles Gesicht und eine freie Stirn. Die gut gezeichneten Augenbrauen sind, wie auch die Haare blond, ohne ins Rötliche zu schimmern.

Die Augen sind groß, lebhaft und zugleich voller Sanftmut, wozu ihre Farbe, die von einem hellen Blau ist, beiträgt… Man kann nicht leugnen, daß sie eine schöne Person ist.“

FLICKR-FOTO von  Kliefi.

Trotz ihrer vielfältigen Aufgaben war das Wohlergehen und die Erziehung ihrer Kinder für MARIA THERESIA sehr wichtig:

Die Gräfin Lerchenfeld übernahm 1756 die Erziehung der kleinen Erzherzoginnen JOHANNA GABRIELA (1750-1762) und MARIA JOSEPHA (1751-1767). Sie bekam genaue Instruktionen von MARIA THERESIA. Zum Beispiel über die Essensgewohnheiten:

  • „Ich verlange, daß sie von Allem essen sollen.
  •  Keine Aussuchung von einem besseren Bissen oder Speise machen,
  • keinen Diskurs vom Essen selbe halten lassen,
  • Fische essen alle Freitage, Samstage und alle anderen Fasttage…

Regelmäßige Pflichten:

  • Die Religion nahm den 1. Platz ein : Gebet, Messbesuch…
  • Schreib- und Leseunterricht,
  • Sprachstudien,
  • Geographie-, Geschichts- und Musikstunden,
  • Tanz…

Maria Theresia charakterisierte ihre Kinder ganz genau. Zum Beispiel schrieb sie in einem Bericht über ihren Sohn Leopold (1747-1792), der mitten in der Pubertät steckte:

Er ist träge und faul, stets übelgelaunt und unaufrichtig. Er versucht seine Ziele durch List und krumme Wege zu erreichen, er vernachlässigt sein Äußeres, beiße Nägel… „

Sie wußte aber auch Gutes zu berichten:“ Er habe von Natur aus ein gutes, großzügiges und mitleidiges Herz, sei wissenshungrig und bemühe sich höflich zu sein, was ihm aber sehr häufig nicht gelinge.“

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Am 9.08.1767 schrieb Maria Theresia an ihre Tochter MARIA CAROLINA (1752-1814):

„Zu meiner größten Verwunderung habe ich sowohl von Gräfin Brandis (der zuständigen Erzieherin), als auch von anderen Frauen erfahren müssen, daß Du Deine Gebete sehr lässig verrichtest, ohne Ehrfurcht und Aufmerksamkeit und ohne einer Spur von wahrer Inbrunst. Wundere Dich nicht, wenn bei solchem Tagesanfang alles schlecht verläuft….

…Nicht weniger launisch bist Du bei der Kleidung, hier dulde ich keine Vergeßlichkeit noch sonst die geringste Ausrede. Frauen müssen liebenswürdig sein, sonst werden sie nicht geachtet und noch weniger geliebt…“

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Am 9. 01.1760 wurden die Brüder  Albert und Clemens von Sachsen vom Kaiserpaar bei einer Audienz empfangen. In seinen Memoiren beschrieb Albert  dieses Ereignis:

„Wir begaben uns zu Hof und wurden zuallererst dem Kaiser Franz I. vorgestellt, der uns mit der ihn kennzeichnenden Güte empfing und uns in seiner freien und offenen Art und Weise behandelte, die ihn zum liebenswürdigsten Mann am Hofe machte.

Man führte uns zur Kaiserin. Ihr Empfang war von jener herzlichen Freundlichkeit, mit der sie alle gefangennahm, die ihr jemals begegnen durften; wir gingen ganz begeistert von der Audienz weg. Das Gespräch mit der großen Herrscherin hatte uns die Größe ihrer Gesinnung, die Zartheit ihrer Empfindungen gleichwie ihre Festigkeit und ihren Mut erkennen lassen, Tugenden, die man zu Recht in ganz Europa an ihr schätzte.“

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Am 18.9.1765 starb der Gemahl Maria Theresias – KAISER FRANZ STEPHAN an einem Schlagsnfall. Er hatte für seine Tochter, Marie Christine den Sohn seiner Schwester, Herzog Benedikt Moritz von Chablais als Ehemann ausgesucht.

Maria Theresia aber, unterstützte bis dahin im Stillen die Wahl ihrer Tochter: Prinz Albert von Sachsen. Nach dem Tod des Vaters wurde mit den Hochzeitsvorbereitungen begonnen. Nur Marie Christine durfte ihren Ehemann selbst aussuchen. Alle anderen Töchter mußten sich der Staatsräson fügen.

Am 8.4.1766 wurde die Hochzeit im Prinz Eugen-Schloß  Schloßhof im Marchfeld gefeiert.

„Mimi“ trug ein Kleid aus weißem, silberbesticktem Musseline, das mit Edelsteinen reich bestickt war. Der Bräutigam war in Uniform. MARIA THERESIA wohnte der Zeremonie vom Empore aus teil. Die Hochzeitsgesellschaft war in tiefstes Schwarz gehüllt, da noch immer Hoftrauer herrschte. An die Trauung schloß sich ein festliches Souper, an dem Maria Theresia nicht teilnahm an. Sie speiste in ihrem Zimmer allein. Um die gedrückte Stimmung etwas zu heben, gestattete die Monarchin einige Veranstaltungen: eine Bauernhochzeit mit Tanz, ein Karussell …

Die Ehe war glücklich, nur Kindersegen blieb dem Paar verwehrt. Die einzige Tochter starb knapp nach der Geburt. Albert wurde als Herzog von Sachsen-Teschen und Statthalter von Ungarn, Kunstsammler und Mäzen. Seine Kunstschätze, besonders die Kupferstiche und Zeichnungen wurden zum Grundstock der, nach ihm benannten ALBERTINA.

Am 23.6.1798 schrieb die schwer kranke Marie Christine ihrem Mann unter anderem in ihrem berührenden  Abschiedsbrief:

„Du warst mein Vorbild,

  meine Triebfeder zum Guten,

mein Leitstern,

das einzige Wesen für das ich lebte, dem ich zugehörte

und dessen ich würdig sein wollte….

Wie kann ich Dir meine Dankbarkeit schildern für all das Glück, welches Du mich in so vielen Jahren genießen ließest….“

Herzogin Marie Christine starb am nächsten Tag. Ihr tieftrauriger Ehemann schrieb in seinen Memoiren über dieses Ereignis:

„So verlor ich nach 33 Jahren der glücklichsten Ehe die vollkommenste Frau, die je gelebt hat,

mein Teuerstes auf erden und den geliebten Gegenstand meines ganzen Glückes.

In allen Lebensverhältnissen hat sie sich als würdige Tochter Maria Theresias gezeigt.

Sie war ihr liebstes Kind und hat all die edlen Eigenschaften ihres Geistes und Herzens geerbt, besonders den festen Mut und die Charakterstärke.“

Herzog Albert starb am 10.2.1822 mit 83 Jahren.

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Maria Theresia hatte auch einen Lieblingssohn, Karl Joseph (geb.am 1.02.1745), ihr 7. Kind. Es war ihr 2. Sohn, der auch für das Regieren erzogen wurde. Eine spanische Prinzessin, Maria Ludovica, war als seine Braut  vorgesehen. Am 18.01.1761  starb Karl Joseph an den Pocken. Die Trauer am Wiener Kaiserhof war groß.

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MARIA THERESIA WAR AUCH EINE STOLZE GROSSMUTTER:

Als sie 1768 die Nachricht erhielt, daß ihr Sohn Leopold (1747-1790)und seine Frau Maria Ludovica(1745-1792) das 2. Mal Eltern geworden waren, lief sie von ihren Gemächern schnurstracks in ihre Loge im Hoftheater. Von dort rief sie in urwüchsigem Wienerisch in das Publikum hinunter:

„DER POLDL HAT AN BUAM!“

Leopold regierte von 13.09.1765 bis 25.02.1790 in der Toskana. Seine Frau schenkte ihm 16 Kinder. 12 Knaben und 4 Mädchen. Er war ein Aufklärer, Reformer und Friedensfürst. Einige seiner Divisen lauten:

Jeder Krieg, der nicht die eigene Verteidigung bezweckt, ist unnötig und ein Unglück für das Land.“

„Man muß in den Kindern Humanität, Mitleid und das Gefühl zugunsten der Armen wecken. Die Prinzen müssen von der Gleichheit der Menschen überzeugt sein. Sie müssen immer vor Augen haben, daß es ihre 1. Pflicht ist, ihre Völker glücklich zu machen!“

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Ferdinand Karl (1754-1761), der 4. Sohn Maria Theresias heiratete Maria Beatrix von Este am 15.10 1771 im Mailäder Dom.

 Im Zuge der Feierlichkeiten wurde ein Festspiel des 16jährigen WOLFGANG AMADEUS MOZART aufgeführt. „Ascanio in Alba“ war ein großer Erfolg. Leopold Mozart berichtete seiner Frau:“Der Erzherzog und seine Gemahlin hätten nicht nur durch Händeklatschen zwei Arien wiederholen lassen, sondern sogar „BRAVISSIMO MAESTRO“ gerufen.

Ferdinand und Maria Beatrix lebten und regierten in Mailand. Sie führten eine harmonische Ehe, in der 9 Kinder geboren wurden (4 Mädchen und 5 Buben).

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Anfang 1780 stand es um Maria Theresias Gesundheit nicht zum Besten. Neben Atembeschwerden litt sie auch unter Bluthochdruck und Rheumatismus. Das Gehen und Stiegensteigen wurde immer schwieriger für die Herrscherin. Trotzdem traf sie weiter Anordnungen, las Berichte und schrieb in den schlaflosen Nächten Briefe an ihre Kinder. Ihre geistigen Fähigkeiten und ihr Scharfblick blieben ungetrübt.

Ende Juli 1778 schrieb sie an ihre Schwiegertochter Maria Beatrice (1750-1829), der Gemahlin ihres 4. Sohnes Ferdinand Karl(1754-1806):

Meine Gesundheit hält stand, ich magere nicht einmal ab, aber ich esse fast kein Fleisch und keine Suppe mehr, nur Obst und Gemüse und schlafe zu allen Tages und Nachtzeiten. Wenn ich mich abgespannt fühle, mache ich es wie die Hunde, die jederzeit schlafen können“.

Maria Theresia spielte vor ihren Familienangehörigen ihr schlechtes Befinden herunter.  Am 8.11.1780 fand in Schönbrunn eine Fasanenjagd statt. Maria Theresia wurde im offenen Wagen von einem Regenschauer überrascht. Sie zog sich eine heftige Verkühlung zu, von der sie sich nicht mehr erholen sollte. Sie Ihr Sohn Joseph II(1741-1790), ihr Mitregent, wußte natürlich, wie es um sie stand. Er wachte Tag und Nacht am Bett der todkranken Mutter.

Am 29.11.1780, gegen 21 Uhr starb Maria Theresia in der Wiener Hofburg. 

In Potsdam verneigte sich Friedrich der Große vor der toten Gegnerin:„SIE HAT IHREM THRON UND IHREM GESCHLECHT EHRE GEMACHT!“

Der deutsche Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock dichtete:„SCHLAF SANFT, DU GRÖßTE DEINES STAMMES, WEIL DU DIE MENSCHLICHSTE WARST!“

Matthias Claudius rühmte sie:„SIE MACHTE FRIEDEN! DAS IST MEIN GEDICHT . WAR IHRES VOLKES LUST UND IHRES VOLKES SEGEN UND GING GETROST UND VOLLER ZUVERSICHT DEM TOD ALS IHREM FREUND ENTGEGEN. EIN WELT-EROBERER KANN DAS NICHT. SIE MACHTE FRIEDEN! DAS IST MEIN GEDICHT.“

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SHRI MATAJI NIRMALA DEVI ERKLÄRTE, daß das Wirken der realisiert geborenen Seelen Kaiserin Maria Theresia und Wolfgang Amadeus Mozart der Grund für die spirituelle Reife von Österreich sind.

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Quellen:

SIGRID MARIA GRÖSSLING:“UM KRONE UND LIEBE“

FRANZ HERRE:“MARIA THERESIA-DIE GROßE HABSBURGERIN“

FRIEDRICH WEISSENSTEINER: „DIE TÖCHTER MARIA THERESIAS“ und „DIE SÖHNE MARIA THERESIAS“.

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Zitat von Shri Mataji Nirmala Devi :„As you know that it was a very great country and Austria was regarded as one of the motherly countries. You’ve been a very balanced country. You had Maria Theresa, as a very great, great queen, I think, and all this happened there, there was a Raja-Lakshmi there. But to get the Mahalakshmi Spirit, to bring it to the Mahalakshmi, seeking should start.“

Draupadi.

Eine Hochzeit 3.Teil

FLICKR-FOTO von Tut99(Roger).

Am 7. April 1947 haben Shri Mataji Nirmala Devi und Sir CP Shrivastava geheiratet.

Ein Dialog zum Thema aus der Filmbiografie

NIRMALA DEVI, EIN LEBEN FÜR DIE FREIHEIT

Shri Mataji:“In Indien, in der damaligen Zeit gehorchte man den Eltern! Und meine Eltern hatten ihn für mich ausgesucht. Er war ein Freund meines Bruders. Mein Bruder meinte, er sei ein guter Mensch. Also haben sie uns verheiratet.“

Sir CP:“Ich traf sie 1946 und sie war ganz anders als andere junge Damen ihres Alters. Sie kam aus einer patriotischen Familie und sie hatte eine besondere Ausstrahlung. Natürlich ahnte ich nicht, was da auf mich zukam, aber sie war einfach anders.“

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Chandrika Prasad Srivastava wurde am 8. Juli 1920 geboren. Er kam aus einer moslemischen Familie.

Shri Matajis wurde am 21. März 1923 geboren und wuchs in der christlichen Tradition auf.

Sie bekamen zwei Töchter. 1970, als Kalparna, die Ältere verheiratet war und Sadana, die Jüngere, verlobt, begann Shri Mataji ihre Vision Sahaja Yoga zu verwirklichen.

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Sir CP: „Als wir schon einige Jahre in England lebten, kam ich einmal nach Hause und sah einen weißen Jungen auf dem Sofa sitzen und eine Zeitung lesen! Ich fragte mich:

Wer ist das denn? Und er sah mich an, als wäre ich ein Eindringling. Ich fragte meine Frau: Täusche ich mich, oder sitzt dort ein Mann in meinen Kleidern? Ich glaubte ich spinne!

Meine Frau meinte:Nein,es ist alles OK. Ich erzähle dir,was passiert ist. Ich war in London und habe ihn dort gefunden. Er war verwahrlost, also machte ich ihm ein Bad.

Ich war erleichtert, denn ich hatte wirklich an meinem Verstand gezweifelt. Damals habe ich das erste Mal die Tiefe ihrer Vision gespürt.“

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Shri Mataji meint am Ende des Films:„Ich muß gestehen, daß CP meinen ganzen Unsinn und meine enorme Großzügigkeit toleriert hat. Irgendwie hat er es ertragen.

Sir CP:„Toleriert ist nicht das richtige Wort, es war absolut wunderbar! Und es wird weiterhin so sein. Ich denke nicht, daß ich sie ertragen mußte, sondern umgekehrt: Sie hat einen Bürokraten in ihrem Leben ertragen!“


Die Herzlichsten Glückwünsche

zum 62.Hochzeitstag!


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Der Film: „NirmalaDevi, ein Leben für die Freiheit“ läuft am

05. und 06.05.20011 im Burgkino in Wien1.

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Draupadi.

Eine Woche in der TÜRKEI

Vorige Woche kam ich von einem bemerkenswerten Urlaub zurück.

Ich war einige Tage in Antalya und Kappadokien mit meinem Mann in einer Reisegruppe unterwegs. Da wir erst um 19 Uhr in Wien abflogen, kamen wir in der Nacht im Hotel an. Der Morgen mit Sonnenschein, Palmen und der Spaziergang zum Meeresstrand war wunderbar. Mein Mann ist es schon gewohnt, daß ich in solchen Situationen sofort ein reinigendes Fußbad mache. Wir genossen nachher ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Es gab so viel Unbekanntes zu verkosten!

Unser Reiseleiter mit dem Namen Islam, lebte seit seinem 6. Lebensjahr in Deutschland. Er studierte dort und gründete später in Antalya eine Familie. Er sprach ein schönes Deutsch. Ich hörte ihm sehr gerne zu.

Der erste Tagesausflug führte uns nach PERGE, einer antiken Stadt, die ungefähr um 300 vor Chr. gegründet worden war. Paulus und Barnabas haben sie besucht.

FLICKR-FOTO von unionpearl.

Die ausgegrabenen Mauerreste hatten eine Marmorverkleidung. Platten mit bis zu 8 mm Dicke wurden damals mit Seide, Salz und Wasser geschnitten! Es war eindrucksvoll, die perfekte Architektur der Griechen und Römer so gut vermittelt zu bekommen.

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Der Saft der reifen Granatäpfel erfrischte und stärkte uns. Ein Glas kostete 3,50 Euro.

FLICKR-FOTO von Here´s Kate.

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Die nächste Station war ASPENDOS, ein sehr gut erhaltenes Amphitheater. Es war jahrhundertelang von einer dicken Sandschichte konserviert worden. Ein Schäfer entdeckte Teile des Monuments, das man daraufhin freilegte. Unser Reiseführer meinte, binnen 50 Jahren würde die Natur eine Stadt verschlucken können.

Ungefähr im 2. Jahrhundert ist dieses Theater entstanden. Seit einigen Jahren wird dieser eindrucksvolle Bau regelmäßig für Opern- und Balettfestivals genutzt. Das Theater bietet Platz für 15 000 bis 20 000 Besucher. Im Jahr 2005 wurde die Open Air Sendung „Wetten dass..?“ von hier übertragen..

FLICKR-FOTO von Aislinge.

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Am nächsten Tag fuhren wir über das ca.2000m hohe Taurusgebirge Richtung Kappadokien. Um uns auf den Aufenthalt in Konya vorzubereiten, erzählte Islam, unser Reiseführer, sehr respektvoll von dem Poeten RUMI, auch MEWLANA oder DJALAL oder DIN RUMI genannt. Von seinen Dharmischen Idealen, seinen Visionen einer besseren Menschheit. Ich hatte vorher erst einmal diesen Namen gehört und mit den Gedichten nichts anfangen können. Was auch oft an der Übersetzung liegt, wie mir gesagt wurde.

FLICKR FOTO von STML:

EDWIN, ein Literaturexperte, schrieb:

Heute, am 30.09.2008, wäre eine große Seele 801 Jahre alt geworden:
Maulana Jalaluddin RUMI,
der größte persische Dichter & Mystiker.

Rumi wurde im Jahre 1207 in Balkh, dem heutigen Afghanistan,
als Sohn eines bekannten moslemischen Theologen geboren.
Somit war er Moslem und verehrte den Propheten Mohammed
in hohem Maß.

Manche Gelehrte seiner Zeit und viele danach
setzten folgenden Vergleich:
Während die meisten Menschen wie Fische im Meer sind,
ist Rumi wie ein Wal, dem selbst das Meer wie ein Teich zu klein ist.
Was heißen soll, dass Rumi nicht in der Enge einer Religion leben konnte.

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BISWEILEN SIND WIR SICHTBAR, BISWEILEN VERBORGEN

BISWEILEN MUSLIMS, CHRISTEN ODER JUDEN.

WIR DURCHLAUFEN VIELE FORMEN,

BIS UNSER HERZ ZUFLUCHTSTÄTTE FÜR ALLE WIRD.“

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„MENSCHEN DER LIEBE SIND VON ALLEN RELIGIONEN FERN,

GOTT ALLEIN IST IHNEN GLAUBE UND WEG.“

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„MEIN HERZ EMPFING DEN LIEBESGLANZ,

DIE BRUST ÖFFNETE SICH IHM GANZ.

EIN NEUES KLEID BEKAM MEIN HERZ.

ZUM FEIND DES ALTEN WURDE ICH“.

Wie bei allen Erwachten waren seine Anschauungen unkonventionell. Er war ein Ergriffener, ein Verwandelter, ein Erleuchteter.
Er hatte einen Respekt für Frauen, wie er selten zu finden ist:

„DIE FRAU IST EIN STRAHL GOTTES,

NICHT DIESE IRDISCHE GELIEBTE.

SIE IST SCHÖPFERISCH,

MAN KÖNNTE SAGEN, SIE WURDE NICHT ERSCHAFFEN.“

Möge sein Geist noch durch viele Jahrhunderte leuchten!

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In KONYA besuchten das Grabmahl von RUMI, diesem bedeutendsten Dichter der persischen und islamischen Mystik. Mit 13 Jahren wanderte mit seiner Familie nach Rum in Antalia aus. Deshalb der Name RUMI. Ab 1228 lebte er in Konya:

FLICKR-Foto von ßlüewäve.

Seine Werk DIWAN enthält mehr als 3000 Gedichte. Nach dem KORAN hat dieser wie keine andere Dichtung die Literatur der persisch, türkisch und Urdu sprechenden Völker bis in die Gegenwart beeinflußt.

Das Hauptwerk MESNEWI ( 6 Bände) thematisiert die Sehnsucht nach der Wiedervereinigung mit Gott.

Einige seiner Aussagen:

DER SINN DES LEBENS:

DIE LIEBE ZUR NATUR

DIE LIEBE ZU DEN MENSCHEN

DIE LIEBE ZU GOTT.

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WENN DU EINEN FEHLER IN DEINEM BRUDER SIEHST,

SO IST DER FEHLER, DEN DU IN IHM SIEHST, IN DIR SELBER.


DIE WELT IST JA GLEICH EINEM SPIEGEL,

IN DEM DU DEIN EIGENES BILD SIEHST,

DENN DER „GLÄUBIGE IST DER SPIEGEL DES GLÄUBIGEN.“


REINIGE DICH VON DEM FEHLER IN DIR,

DENN DAS WAS DICH AM ANDEREN SCHMERZT,

SCHMERZT DICH IN DIR SELBER.


„DER UNGLÄUBIGE IST DER SPIEGEL DES UNGLÄUBIGEN:

NICHT SO, DASS DER UNGLÄUBIGE KEIN SPIEGEL WÄRE,

ABER ER HAT IHN NICHT POLIERT UND WEISS NICHTS VON SEINEM SPIEGEL!“

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„Ich habe das Licht des Allmächtigen gesehen!“

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DU SORGST DICH ZU VIEL ,

DU HAST DEINE EIGENE STÄRKE GESEHEN,

DU HAST DEINE GOLDENEN FLÜGEL GESEHEN,

OH, WARUM SORGST DU DICH DENN DANN UM ETWAS DAS WENIGER IST ALS DAS?

 

DU BIST IN WAHRHEIT DIE SEELE DER SEELEN……

DU BIST DIE SICHERHEIT, DAS OBDACH DER SEELEN DER LIEBENDEN

 WARUM SORGST DU DICH?

 SEI STILL WIE EIN FISCH 

UND BEGEBE DICH IN DIESE ANGENEHME SEE.

DU BIST JETZT IN TIEFEN GEWÄSSERN,

IN DEN LODERNDEN FLAMMEN DES LEBENS.

WARUM SORGST DU DICH?

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RUMI starb am 16.12.1273 in Konya.

Das Grabmahl war umgeben von einer wunderschönen Anlage mit Rosenbeeten und
einem Wasserpavillon zur Reinigung der Besucher. So viele Menschen kamen,
zogen die Plastiküberschuhe an und beteten vor seinem Grab.

Ich spürte eine starke Energie, als ich Mantras sagte und später mit gefalteten Händen
davorstand und meinen Kopf senkte.

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Der große SUFI-Philosoph RUMI gründete die Instituion der

TANZENDEN DERWISCHE:

Einen Abend konnten wir in diese, so ganz fremde Welt eintauchen. Wir genossen den Abend in einer Karawanserei. Dieser Bau schaut fast wie eine Burg bei uns aus. Die starken hohen Mauern boten den umherziehenden Karawanen Schutz, Erholung und Unterhaltung.

Zu Beginn hörten wir fremde, aber angenehme Musik. Es war eine Atmosphäre wie in einer Kirche. Im Prospekt wird die Zeremonie so beschrieben:

  1. Lobpreisung des Propheten – Die göttliche Liebe
  2. Ein Trommelschlag – Der Befehl Gottes zur Erschaffung des Kosmos.
  3. Eine Flöte – Der göttliche Atem
  4. Die Drehung – Der Einmarsch – die Begrüßung der Derwische
  5. Die Derwische legen ihre scharzen Umhänge ab, das heißt sie legen das Sterbliche ab.
  6. Die Drehung – Gott ist überall.
  7. Ein Gebet für das Heimatland.


FLICKR-FOTO von mammal.

Die Handhaltung sol die Verbindung von Himmel und Erde darstellen: Es wird durch das Tanzen ein Trancezustand erreicht. Eine Möglichkeit der Gedankenwelt zu entfliehen.

Als Sahaja Yogi spürte ich eine starke Belastung des Energiezentrums auf der Stirne. Shri Mataji hat es 1970 möglich gemacht, daß das oberste Chakra auf unserem Scheitel geöffnet werden kann. Dadurch ist eine Verbindung mit der allesdurchdringenden Energie ganz natürlich, ohne große außerordentliche Übungen möglich. Je stärker der Energiefluß durch die regelmäßigen Meditationen wird, desto länger kann man Gedankenfreiheit genießen.

Als Abschluß gab es im Hof der Karawanserei für jeden Besucher eine heiße Tasse Zimttee. Die einladenden Räumlichkeiten zum gemütlichen Austausch konnten wir nicht mehr nutzen, weil der Bus schon wartete.

 

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Großartig war die Ballonfahrt bei Sonnenaufgang in Kappadokien. Wir brachen um fünf Uhr früh auf. Es war noch stockdunkel, nur die kleinen Lastwagen, beladen mit den großen Körben für die Passagiere und den gut aufgerollten Ballons begegneten uns. Auf dem großen Platz wurden fast zehn Ballons aufgeblasen. Wir Passagiere bekamen Tee und Gebäck. Langsam wurde es heller und wir konnten diese zauberhafte Landschaft besser sehen. So viele geschäftige Helfer machten es möglich, daß ein Ballon nach dem anderen langsam abhob.

Bevor wir in den Korb kletterten wurde noch ein Gruppenfoto gemacht.

Der junge Mexikaner stand vor mir und ich dachte:“Viel wird man von mir nicht sehen“, da hockerlte er sich auf einmal nieder und ich war in ganzer Breite am Bild. Ich erzählte ihm von meiner Sorge und wir lachten beide. Zu seinem Namen ISRAEL meinte er, er hätte sehr kreative Eltern. Sie wollten ihrem Sohn einen besonderen Namen geben.

In unserem großen Ballonkorb hatten 14 Italienische, 15 österreichische Touristen und Israel Platz. Dann ging es los. Eine große Gasflasche, die zum Aufblasen gebraucht worden war, wurde ausgeladen. Für eine Stunde Fahrt brauchten wir vier Gasflaschen und zwei hatten wir als Reserve mit. Unser Pilot, Herr Mahmut hatte schon circa 300 Ballonfahrten hinter sich. Er war etwas wortkarg, aber sehr kompetent.

Am Himmel waren vereinzelt Wolken, aber diese ermöglichten ein großartiges Schauspiel:

Die Sonne stieg auf – lautlos wie immer, aber so majestätisch und schön. Viele hielten diese Momente mit der Kamera fest. Ich schaute zu Israel, er wischte sich gerade eine Träne von der Wange, lächelte mich an und zeigte mir das Siegeszeichen mit der Hand. Ich sagte leise das Mantra zur Sonne:

OM TWAMEWA SAKSHAT SHRI SURYA NAMOH NAMAHA

FLICKR-FOTO von Hirokon_v.

Es gab so viel zu sehen. Ungefähr zwanzig Ballone zählte ich, beladen mit staunenden Touristen wie wir. Einmal fuhren wir ganz tief in ein Tal hinein und konnten fast in die Wohnungen, die in den Berg gehauen waren, blicken.
Die Landung gelang perfekt. Praktischerweise wurde der Korb gleich auf den Anhänger gesetzt. Alle waren erleichtert, daß es so gut geklappt hatte. Ein Tisch mit Sekt, Orangensaft und Gläsern stand schon bereit. Zuerst wurden die Zertifikate überreicht. Weil die temperamentvollen Italiener mit uns waren, wurde nicht nur applaudiert, sondern auch laut BRAVO gerufen. Mahmut, der Pilot, öffnete die Sektflasche und freute sich wie ein Formel 1 Fahrer über seinen „SIEG“.

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Das Frühstück schmeckte wunderbar. Die Daheimgebliebenen freuten sich über unsere begeisterten Erzählungen. Anschließend fuhren wir nach GÖREME, ein Ort, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Wir besichtigten auch viele kleine Kapellen, die von den Mönchen in den Stein gehauen und mit Wandmalereien versehen worden waren. In einer dieser kleinen Steinkirchen war ich mit zwei Frauen. Ich erklärte ihnen, ich möchte einen Test machen und sang das OM. „Bitte, noch einmal, das war so schön! Ich habe es so gut gespürt“ waren die Reaktionen.

Das OM ist eine Übung, die uns ins Zentrum bringt, weg von Vergangenheit und Zukunft.

Man schließt die Augen, holt tief Luft und

bläst sie langsam beginnend mit dem Laut

OOOOOO-MMMMMM

wieder aus.

Es tut auch gut, die rechte Hand auf die Halsmitte –

da spürt man sein inneres Instrument, oder

auf das Brustbein, oder

auf den Bauch zu legen.

Am besten ausprobieren und zweimal wiederholen. Dann weiß man, ob es guttut oder nicht.

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Am vorletzten Tag besuchten wir eine Teppichmanufaktur:

FLICKR FOTO von elvedon.

Es war eine schöne Anlage in einem geschackvollen Park. Ich spürte sofort, es ist ein guter Ort.

„Wenn man als Jogi, der diese vierte Dimension, diesen inneren Computer, entwickelt hat, unterwegs ist, wartet man immer auf dieses Fühlen einer guten Energie. Am Beginn in diesem Land fühlte ich eine starke Belastung des zweiten Energiezentrums in der Hüfte und des sechsten Zentrums im Kopf. Die Empfindungen waren nicht immer gleich, manchmal kribbelten auch alle Finger. Wir waren ja in einer Reisegruppe unterwegs, da gibt es viele Ursachen. Dieses eingebaute Instrument ist immer so effektiv, wie die Aufmerksamkeit ist. Ich meditiere jetzt seit mehr als19 Jahren. Heuer war es das erste Mal, daß ich auch bei den Urlauben mit meinem Mann diese vierte Dimension sehr stark spüren konnte. Das bedeutet einfach viel mehr Lebensqualität und Freude.“

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Wir erlebten eine Führung beginnend mit Teppichwäsche, Seidenraupenkokon-Kochen, Färberei, Schauwerkstatt…

Es gab antike, neue, kostbare und erschwingliche Teppiche.

FLICKR-FOTO von Michellemorley.

Die Situation war ähnlich der, damals in Istambul im Jahr 2002, nach den Anschlägen in New York am 11.09.01. Der Besitzer und seine Angestellten waren durch die fallenden Aktienkurse sehr verunsichert.

Dann kamen die individuellen Gespräche. Mein Mann und ich hatten eigentlich nicht vor, einen Teppich zu kaufen. Aber es ist wie eine Entwicklung. Ich habe schon gehört, daß der Teppich den Besitzer findet und dann das Heim verändert. Das kann man sich nicht vorstellen, das muß man erleben.

Im Laufe des Gespräches kamen wir auf Sahaja Yoga und ich konnte unserem Verkäufer seine Kundalini-Energie erwecken. Mein Mann beobachtete nur. Als ich gefragt wurde, ob ich studiert hätte, sagte ich „Ja, ich bin Jogameisterin“.

Der Chef wurde geholt und bekam auch seine Selbstverwirklichung.

Dann stellten wir uns alle um den Teppich herum, den mein Mann ausgesucht hatte.
Die Farben von grünen und braunen Walnußchalen, Safran, Indigo, roten Läusen…
ergaben ein harmonisches Bild.
Wir spürten einen Wind von der Teppichfläche aufsteigen.
Sicherheitshalber wurde die Türe geschlossen, die starke Kühle blieb. Ich erklärte, dass, so wie von den Gemälden Michelangelos ungebrochen diese Energie fließt, auch von dem Teppich all die Wünsche und Liebe eingeknüpft in vielen Monaten, zu spüren ist.

Nach und nach kamen noch etliche Angestellte um ihre Realisation zu bekommen.
Es war so aufregend für mich. Unser Reiseleiter, Herr Islam, meinte:“Ich habe die Energie auch gespürt, aber sie ist ja überall!“

Als wir uns verabschiedeten, sagte der Verkäufer zu meinem Mann:“Sie brauchen noch, aber mich hat sie überzeugt!“

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Dann fuhren wir wieder zurück in das Traumhotel am Meer. Am letzten Tag unserer Reise besuchten wir Antalya. Der erste Stop war bei der Schmuckwerkstatt. Eine wunderschöne Verkäuferin führte uns durch das Geschäft. Zum Abschied umarmten wir uns, obwohl wir nichts gekauft hatten, die Chemie stimmte einfach.

Das beste Model der Ledermodenschau war unser Reiseleiter. Islam bekam den größten Applaus. Mein Mann fand die Lederjacke, die er schon seit Jahren in Österreich gesucht hatte. Und weil der Preis so gut war, schenkte er mir eine Seidenleder-Jacke. Nach einer Stadtführung genossen wir ein gutes Mittagessen am Jachthafen von Antalya. Gestärkt durchstreiften wir die Gassen und tauschten uns bei türkischem Kaffee und Tee mit unserern Reisegenossen aus. Nach der Heimfahrt zum Hotel kam der Abschied vom Reiseleiter. Er meinte zu mir:“Sie haben so viel Liebe in sich!“

Den letzten Vormittag verbrachten wir am Strand. Der Lautsprecher spielte deutsche Oldies wie „Ramona….“

Beim Heimflug wurden zwei Maschinen zusammengelegt und so saß ich neben einer netten Frau, die auch für ihre Realisation bereit war. Am Abend landeten wir in Wien. Es war wunderschön, die Autobahnen wie Brokatbänder, das Riesenrad… Die Heimat hatte uns wieder.

Eine dankbare Draupadi.

P.S. Weil oft auf die Anfrage nach SEIDENLEDER diese Seite gefunden wird, möchte ich etwas ergänzen:

Ich bin sehr zufrieden mit der langen, ausgestellten Seidenleder-Jacke.  Sie greift sich gut an und ist nach den Imprägnierungen ein Mal jährlich mit dem mitgekauften Spray noch immer tip top.

Erst daheim ist mir aufgefallen, daß die Knopflöcher nicht verstürzt genäht sind, oder das Futter nicht so unauffällig eingearbeitet ist. Aber das sind Feinheiten, die nicht jeder bemerkt. Auch mein Mann trägt seine Jacke sehr gerne und das ist ja das Wichtigste!